Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die beiden letzten Meetings in der Royal Asiatic Society in London
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 364 (sequence 3)
- Language
- German
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364 Notizen. sa's verwandt war; khak ist Wahrscheinlich das hak oder hye der ägyptischen Hirten und. das KhakaD d i. König, bei den jetzigen Türken.) Der Name des Königs Jsmidagon, welcher zufolge assyrischer Inschriften vor 1900 v. Ehr. gelebt haben muß, wurde aus den Backsteinen von Mugheir häufig gefunden, wie die Namen seines Sohnes und seines Enkels Jbil-anu-duma und Gurguna. Als späterer Nachfolger erscheint Durri-galzu, von dessen Namen eine Spur in der Benennung Zergul erhalten ist, welche von den Arabern einer der Städte, die er gegründet, gegeben worden ist. Er stellte den Tempel des Sin oder Mondes in der chaldäischen Stadt Ar, wie aus den dortigeNxBacksteinen zu ersehen ist, wieder her und er wird auch ehrenvoll. auf׳dem Cylinder des Nabonid erwähnt. Die große Stadt Ackerkuf in Nordbabylonien wurde ebenfalls von ihm erbaut. Backsteine des Purna-puriyas wurden, ebenfalls in . Senkereh gesunden und derselbe wird als einer der frühesten Könige auf dem Cylinder des Nabonid genannt. Von Khammurabi, einem späteren Könige, .ist noch manches Denkmal seiner. Macht erhalten. Er baute einen Palast in Kälwadha bei Bagdad und Backsteine von ihm "fanden sich sowohl in Mugheir als auch in Senkereh. Auch ein 'Vorrath von -Thontaseln, welcher von Herrn Lostus in Tel Sifr in -Südchaldäa aufgefunden worden ist^ soll entweder aus der Retzierüngszeit des Khammurabi oder der seines Sohnes SumschuilUna herrühren, und eine Steintasel, welche sich von diesem Könige Khammurabi herschreibt, war eines der ersten babylonischen Alterthümer, welche in dem Britisch Museum aufbewahrt Werdens Es ist ׳ uugeinein schwierig, die Reihenfolge dieser Könige zu ermitteln oder ihre Aufeinanderfolge chronologisch zu bestimmen. Oberst Rawlinson hat wenigstens eine Königsgruppe zusammengestellt und an dem tzndeL der Liste eine. Anzahl von Herrschern aufgeführt, welche besonders dem Mondkultus ergeben gewesen zu sein scheinen) da das Wort ״Sin" immer in Verbindung mit ihren Namen vorkommt. So heißt der Erbauer des großen, von Herrn Lostus entdeckten Palastes von- Warka Sinschada, der Gründer der .Stadt Abu. Schahreinvon welcher eine von Herrn Taylor verfaßte Beschreibung in der unlängst erschienenen Nummer des Journals der Äsiatic Society abgedruckt worden ist, Zur-sin; von Rim-sin eine schöne Steintafel, erst kürzlich in Mugheir ausgedeckt, und endlich wird Näramsin auf den Cylindern des Nabonid als der Wiederhersteller eines Tempels in alten Zeiten erwähnt und wird sein Name auf einer Alabaster- Vase angetrossen, welche in. den. Besitz der französischen Commission in Babylon gerieth. Die Zahl der auf diese frühen, chaldäischen Könige sich beziehendeil. Inschriften׳, welche in der dem Meeting vorgelegten 'Schrift übersetzt und analysirt wurden, beträgt'35, so daß also schon eiw beträchtlicher Schatz zum Ausbau der grauen Geschichte Westasiens, wohin wir bis jetzt das patriarchalische Zeitalter zu'verlegen gewohnt warenvorhanden, ist. Die Periode, innerhalb welcher Rawlinson's Bericht sichbewegte, soll von 2234 bis 1273 -vor dex üblichen Zeitrechnung herabreichen, indem das letzte Datum als Beginn der assy- Wischen Herrschaft angenommen wird. vr. M. Wiener.