Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Über die Knechtung der Israeliten nach egyptischen Monumenten
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 318 (sequence 3)
- Language
- German
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318 Notizen. seum. Wahrscheinlich betheiligten sich die nunmehr in Egypten!nächtig gewordenen Israeliten bei dem Kriege gegen ihre Verwandten, die Nachkommen Lots, nicht, und daher mag wohl die Invasion einen so günstigen Erfolg gehabt haben. Darüber aber kann durchaus fein Zweifel obwalten, daß wir in jenen stattgebabten Streitigkeiten den Grund für die Maßregeln, die Zahl der Israeliten zu vermindern, er" kennen dürfen. ״Sie waren fruchtbar", wird uns erzählt, ״utib wimmelten und mehrten sich und wurden mächtig über die Maßen sehr und das Land ward voll von ihnen". Sie brauchten sich nur mit den Moabitern zu verbinden, um den Tbrou in Unteregypten umzustnrzen und das Delta als ihr Eigenthum in Besitz zu nehmen. Namses I. erkannte ohne Zweifel bei seiner Ankunft die Größe der Gefahr. Seine erste Sorge war demnach, zwischen den Egyptern und ihren moabitischen Angreifern zu vermitteln und einen Frieden durch Vergleich zu Stande zu bringen. Diese schafften sich somit eine gefährliche Partei vom Halse, indem sie ihr überließen, mit der. andern, nämlich den Juden, nach Belieben zu verfahren. Der Vertrag, in welchem alles dies festgesetzt, ward, wurde, wie wir aus den Monumenten erfahren, in dem 21. Regierungsjahre des Ramses abgeschlossen und der Preis, den Si- Phtha dafür bezahlte, war, daß er Thouoris, die Tochter des RamseS, heirathete und einwilligte, über Unteregypteu als Vicekönig seines Schwiegervaters zu herrschen, jedoch unter der Bedingung, daß bei dem Tode des letztern er diesem als König von ganz Egypten folgen sollte. So war das Reich des Phiops endlich unter die Herrschaft Oberegyptens und der ganze egyptische Staat in die Gewalt der thebanischen Dynastie gekommen. Auf diese Weise erstand ohne Zweifel der König, ״welcher den Joseph nicht kannte". II. Rawlinson's Bericht über die von ihm entdeckten Alterthümer. (Nach dem Jews Chronicle.) In der letzten Vorlesung, mit welcher die gegenwärtige Saison in der Royal Institution geschlossen wurde und welche auch Prinz Albert mit seiner Gegenwart beehrte, theilte der Oberst Rawlinson Einiges von den Resultaten seiner jüngsten Ausgrabungen in Assyrien mit. Er legte dar, daß er seine Nachforschungen nach den vom British Museum empfangenen Instructionen drei Jahre hindurch angestellt hätte, indem er die von Layard begonnenen Operationen über einen Landstrich