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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 7 · p. Seite 282

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7
Article
Notizen.
Date
1855-01-01
Page
Seite 282 (sequence 2)
Language
German
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282 Notizen. denn es steht geschrieben: Das wird dem Ewigen besser gefallen, denn der Stier (Adams), der Eitthörnige und Hufgespaltene. Ps. 69, 32. Der Talmud läßt den Psalmisten mit der seltenen Construction משור פר auf das Opfer Adams anspiclen, das im Momente der Schöpfung in seiner vollständigen Größe und Reife zur Welt gekommen und also zugleich Iw und ־© war (s. Raschi ibid.) — und auch nur ein Horn hatte, denn cs steht geschrieben מקוץ of;ne ruhendes Jod, was also מק.רן nach der Form .מ,7ו oder מקרן gelesen werden muß •— (vergl. den Connnentar Rif zu En Jakob). Makrin nämlich kann hier nicht das xnrtieip des Hifil wie Mafris sein, weil beim Hifil das ruhende Jod nicht fehlen darf, darum erklärt es der Tälm. als ein Substantiv und מקרן oder מקרין ist ׳hier als Apposition zu Schor Par gebraucht. — Was aber dieses Monstrum, ein Stier'mit einem Horne aus der Stirn, für ein Thier sei, darüber läßt' uns der Talmud im Ungewissen. Einige identificiren es mit dem ebenfalls unbekannten Thachafch, das ebenfalls ein einhörniges Thier gewesen, gegenwärtig nicht Mehr existiren und קרש geheißen haben soll. Vgl. Jeruschälmi Sabbat Ab. 2, 3 und Midrasch Kohelet: שורות תחשים רבי אבץ אמר קרש ריר שמח תני ר״ח קרן אחת היתה לו במצחו שנא' וותימב ובו׳. Offenbar aber hat der Talmud mit dem einhörnigen Stier das Einhorn gemeint, von dem die Alten so viele Wunderdinge erzählen, und dessen Existenz von vielen Natursorschern zugegeben wird. Doch ehe wir unsere Behauptung erhärten wollen wir in möglichster Kürze aus Nosenmüllers biblisch. Naturgeschichte Th. II. 190 und Winer's bibl. Wörterbuch 8. v., wo man das hieher gehörige Material gesammelt findet, einige Stellen citiren. Die ältesten griechischen Uebersetzer geben das hebräische 4) ראם. B. M. 33, 22. 5: D. M. 33, 17. Ps. 22, 22. Hiob 39, 9) durch Monokeros, Einhorn, welches nicht mit Nhinokeros, Nashorn, zu verwechseln ist^). Plinius VIII berichtet davon: Am Leibe ist es einem Pferde gleich, am Kopse einem Hirsche, an den Füßen dem Elephanten u. s. w.; hat ein schwarzes Horn, das mitten auf der Stirne eine Elle lang hervorgeht. Man sagt es könne nicht lebendig gefangen werden. Ein späterer Reisender, der ein Einhorn in Mekka gesehen haben will, gibt davon eine von Plinius abweichende Schilderung. Dieses Thier hat die Farbe eines braunen Pferdes, einen Kopf wie ein Hirsch u.s.w., die Beine' sind dünn, die Hufe der Vorderfüße sind gespalten und die Klauen ziegenartig. Päusanias nennt das Einhorn den äthiopischen Ochsen und Ktesias den wilden Esel, der in den indischen Gebirgen 2) Die Vulg. überseht Reem unicornu; Aquilas aber Nhinokeros. —

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