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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 7 · p. Seite 280

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1855-01-01
Page
Seite 280 (sequence 2)
Language
German
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280 Recensionen und Anzeigen. sondern liefern einen nützlichen Beitrag zur Grabschristenstylkunde bei den Juden, sowie auch über manche genannte Persönlichkeiten dadurch allerlei Ausschluß gewährt wird.Die erste Grabschrist, eines Schalom ben Simon, ist v. I. 1540, dann folgen noch 5 aus dem 16. Jahrh., worunter von einer Tochter des Abigdor Kara (wie der Herausg. S. XI vermuthct, eines Abkömmlings jenes berühmten Selichädichter Abigdor Kara); 314 Grabschristen find von 1601—70, wo die I. ans Wien vertrieben wurden, worunter von R. Schabtai Hurwitz Sohn des של״ה, von einem R. Sacharia halewi, der eine Synagoge mit Lehrhaus in Wien gründete, von R. Jacob oder Koppel Frankel (dem Stammvater der noch blühenden Familie ״Frankel"). Eine Grabschrist ist von 1690, eine von 1695 (eines Venetianers mit dem Beisatze ממגורשי אויסטרייך); 218 sind von 1703—83, worunter die des mehrfach genannten Samuel Oppenheim, der sich für Unterdrückung von ״Eisenmengers entdecktes Judenthum" verwendet hatte, ferner Samuel Bacharachs Sohn des יאיר nm, des hochberühmten R. Simson Wertheimer (dessen Grabschrist fast 3 Druckseiten einnimmt); des R. Jechiel Glogau, Vers, des ו.זר הקודש (eine Abkömmlingin desselben lebt noch in Dresden); der Sara Perera, Mutter des Diego de Aguilar, eines Abraham Sinzheim (vielleicht verwandt mit dem nachherigen Synhedrialpräses in Paris R. David Sinzheim). Nun werden 130 meist kurze Aufschriften mitgethcilt, ohne Jahreszahl, dann wieder 29 meist größere von 1707— 83, worunter von Naphtali Wal, Abkömml. des angeblichen polnischen Reichstagsmarschall Saul Wal; von Juda Ephraim Sinzheim, auf dessen Grabschrist gesagt wird, daß er das verwüstete Lehrhaus Raschi's zu Worms habe restauriren lassen. Am Schlüsse sind noch 2 in Wienerisch-Neustadt ausgefundene Grabschristcn (worunter eine von TD. 1303 ----- לא^ף הששי) beigegeben. — In der Einleitung deutet der Herausgeber den Werth und Nutzen ״historischer Denkmale" aus der jüd. Vorzeit auf entsprechende Weift an, erzählt die Entstehung der vorliegenden Epitaphensammlüng und gibt sodann erläuternde Notizen zu 27 Grabschristen. Daß es in alten Zeiten jüdische Kiagefrauen gab, die bei Leichenbegängnissen Lieder anstimmten, ist aus Bibel und Talmud genugsam bekannt; ob aber im I. 1740 bei Beerdigung der Mirjam Sara Gugenheim Frauen die Leiche begleiteten und Klagelieder sangen, wie der Herausgeber aus der Grabschrift Nr. 368 deduciren will, ist fraglich. Der bezügliche Ausdruck ist wohl vielmehr bildlich und soll blos angeben, daß die gedachte Frau ״von den Töchtern Israels" sehr beweint wurde. — Manche Druckfehler, besonders in den Nummern der Grabschristen, sind zu verbessern, auch muß es S. XV anstatt ״Frie-

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