Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über die neuesten Erscheinungen in der jüdischen Literatur [Rezension]
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 3)
- Language
- German
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Reeensionen und Anzeigen. m Wir können ferner dem Herausg. nicht beistimmen, wenn er sich durch die Schreibfehler der Copisten bei Bibelcitaten zum Schluffe verleiten läßt: der Verfasser habe eine ändere Leseart gehabt, was er z. B. S. 62 und 91 behauptet; Varianten, die sich aus den Erklä« rungen und Anwendungen des Verfassers nicht beweisen lassen; und auch nicht bei Norzi, Kennicött u. A. als solche angegeben sind, was alles bei den hier angeführten Stellen der Fall ist, sind sicher Abschreibefehler, die keine Berücksichtigung verdienen. Wir bedauerndaß Herr F. nicht im Stande war sich die von den Schülern von Menachem und Dunasch fortgeführten kritischen und in der de Rassischen Bibl. sich befindenden Streitschriften zu verschaffen. Möge Herr Stern in Wien, der eine Abschrift von denselben besitzt, -dieselben bald veröffentlichen und diesen Werken die letzte Vollendung geben. Cömmentarien zu den fünf Megillot. VoN Zellinek, welcher fast jeden Monat die jüdische Literatur mit kleinen Liebesgaben beschenkt, sind in zwei Heften edirt: der Commentar von SaMüel b. Mir zu Kohelet und dem Höhenliede, und ein von den Erklärungen Raschi's, S. b. Mir Md Karä compilirter CommeNtar zu Esther, Ruth und den Klageliedern, aus einem Codex der Hamburger Stadtbibliothek, nebst einigen Fragmenten aus dein Lekach- Tob des R. Tobia beN Elieser zu den 5 Megillot, mit einem schönen Vorwort itt deutscher Sprache, womit I. gewöhnlich seine Editionen beim Leser einsührt. — Der Commentar von S. b. M. zu Kohelet und Hshel. ist ebenso einfach und klar wie sein Commentar zum Pent., und der Verfasser würde nicht zu verkennen gewesen sein, wenn auch sein Name nicht als Aufschrift stände; nur weicht er hier seltner von den wörtlichen und sprachlichen Erklärungen seines Größbaters, Raschi, ab, und zuweilen nimmt er sogar wörtlich dieselben auf. Raschi's Commentar zu Kohelet unterscheidet sich hauptsächlich vön dM seines Enkels durch feine Verbindung des nüchternen Wortsinnes mit historischen Begebenheiten; entfernt Man den Ueberschuß dieser hagadischen ZutMen, so ist das Residuum die Erkl. von S. b. M. Von den Commentaren zu den drei andern Büchern ist besonders der zu Esther bemerkenswertst durch manche schöne überraschende Erklärungen. Der Commentar zu den Klageliedern ist der schon zweimal gedruckte Comm. voN I.«Kara, einmal in Konst., Welche Ausgabe aber sehr selten ist (nach einer Notiz von Dukes iM Orient 1849 befindet sich dieselbe