Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über die neuesten Erscheinungen in der jüdischen Literatur [Rezension]
- Date
- 1855-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 1)
- Language
- German
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275 Reeensionen und Anzeigen. Reeensionen und Anzeigen. Ueber die neuesten Erscheinungen in der jüdischen Literatur. Die neuen Erscheinungen in der jüdischen Literatur folgen sich so rasch aus einander, daß der beschränkte Raum dieser Blätter nur für eine kurze Vorführung derselben genügt; wir versuchen daher die wichtigsten Schriften mit der möglichsten Kurze zu besprechen und nennen als solche zuerst שחברת מנחם, תשובות רוגש עם הכרעות ר״ת Diese für die hebr. Sprachwissenschaft und Lexikographie interessanken Werke wurden von der Antiquarian Society in London, oder richtiger von Herrn Filippowsky edirt, denn dieser Gelehrte ist der geistige und materielle Administrator der ganzen Society, der Verarbeiter der Schriften, der Herausgeber, Druckherr, Correktor rc.; die Functionen der Members of tlie committee, an deren Spitze Dr. Adler steht, haben wir noch durch kein-geistiges Kennzeichen wahrgenommen. Sei es nun wie es wolle, so hat sich die Wissenschaft über die Leitung und Ausführung des Herrn F. nicht zu beklagen, und diesem strebsamen Manne verdanken wir die Edition zweier Werke in einer äußern Ausstattung, auf die wir in Deutschland bei der herrschenden Theilnahmlosigkcit des jüd. Publikums gegen die hebr. Literatur verzichten müssen. Den reichen geistigen Hülfsmitteln, die dem Herausgeber bei dem Machberet von Men. zu Gebote standen, den verschiedenen Handschriften, besonders den Vorarbeiten Blumenfelds, der schon vor vielen Jahren dieses Werk zum Druck reif machte, verdanken wir einen ziemlich correkten und genauen Text, was bei den ersten Editionen alter Handschriften eine Seltenheit ist. Die abweichenden Lesearten der verschiedenen Handschriften sind mit einer allzukleinlichen Genauigkeit angegeben, als wenn es sich hier um die richtige Leseart des Bibeltextes handelte. Schwierige und unverständliche Stellen hat der Herausg. in begleitenden Noten zu erklären gesucht, und die Irrthümer desselben finden sich in einem Anhänge zu Dunasch verbessert. Wir erwähnen hier noch, daß die Erklärung des Her. S. 70, Note 130—132 nicht richtig ist; Menachem führt die Stellen Jerem. 36, 10; Genes. 7, 13; 25, 20 als Beispiele der kn der Bibel oft vorkommenden Parenthesen an, was die spätem Grammatiker מאסו־ מוסגר und Menachem hier הנה אחרי רבוי דברים נטה הענייך ־לענינר nennt. Bei den Teschubot Dunasch und Hachraot standen dem Herausgeber weniger Hülfsmittel zu Gebote, und die Handschriften find 21*