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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 7 · p. Seite 256

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 7
Article
Zur Charakteristik neuerer Reisebeschreibungen
Date
1855-01-01
Page
Seite 256 (sequence 7)
Language
German
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256 Zur Charakteristik neuerer Reisebeschreibungen. von Sodom hält und wo, wie er sagt, er eine Anzahl Reihen großer Steine gefunden, die er für die Ruinen von Sodom hält. — Dr. Robinson hat in seinen biblischen Untersuchungen vollständig gezeigt, daß Zoar nichts gemein habe mit Es-Zuweirah. Und was diese Reihen großer Steine anbelangt, so habe auch ich sie gesehen, aber erkannt daß es nur Steine sind, die die in die Ebene sich ergießenden Winterströme herabgebracht! Es ist bekannt, daß wenn Winterströme Steine, Bäume oder andere Gegenstände über eine ebene Fläche mit sich führen, sie solche Gegenstände in langen Reihen zurücklassen. — Robinson und Smith, von anderen Reisenden zu schweigen, gingen auch durch diese Ebene; und wollte ich auch meinen Augen mißtrauen, so habe ich vollständiges Zutrauen aus die mit Adleräugen angestellten Untersuchungen der americanischen Reisenden, denen die Ruinen von Sodom nicht Hütten entgehen können. In meinem Reiseberichte habe ich versucht, genau nachzuweisen wo die zerstörten Städte gelegen haben. Das Resultat also: Der Steinhaufen (Am-Mzoghel), den ich wie Herr de Sauley bemerkt habe, hat nichts mit den Ruinen einer Stadt, und am wenigsten der Stadt Sodom, gemein. Und die anderen sogenannten Ruinen in der Ebene an dem Nordende des Salzgebirges sind natürliche Steine von den Bergen umher, die die Winterströme heräbgebracht haben. Zuweirah in der Höhlung der Gebirge an der Westküste kann unmöglich das Zoar der Bibel sein, welches der Ostküste, dem Lande Moab, angehört. Adama und Zeboim liegen in dem Thale Siddim, nicht in den Gebirgen von Jehuda und Moab; und endlich Amorrha mehr als fünfzig englische Meilen von Sodom entfernt zu finden ist in völligem Widerspruch mit der Schrift". Dieses von van der Velde verlesene Memoire hatte zur Folge, daß ein Mr. Camp bemerkte, das eben Vernommene gebe dem Verein eine laute Andeutung, in seinem Verfahren sehr vorsichtig zu sein und nichts der Oesfentlichkeit mitzutheilen, was den Charakter des Fabelhaften oder des Phantastischen hat. F.

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