Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 5 · p. Seite 197

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 5
Article
Ein Erklärungsversuch des achtundsechzigsten Psalms
Date
1855-01-01
Page
Seite 197 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2829132-2829178-2829184-2853730--02303-2853773
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Notizen. 197 senden auf dem Gebärstuhle, welcher die Kraft zum Gebären fehle" (das Kap. 19, 3. 17). Da vernahm, wie der Herr verkündet, Sanherib, der vor Libna stand, die Kunde, daß Tirhaka, der König von Kusch, ihm kampsgerüstet entgegenkomme, und sah sich so genöthigt, wider diesen zu Felde und von Jerusalem abzuziehen. In diese Zeit muß die lebensgefährliche Erkrankung des Hiskia fallen, von der er nur durch ein Wunder des Herrn wiedererstand. Denn es ward ihm während der Krankheit die göttliche Verheißung, ״daß der Herr ihm fünfzehn Lebensjahre zulegen und ihn wie die Stadt aus der Hand des Königs von Assyrien retten werde" (2. Kön. 20- 6). Man mußte ja mit Recht fürchten, daß Sanherib die beim Abzüge gegen Jerusalem ausgesprochene Drohung auf feinem siegreichen Rückzuge aus Kusch wahr machen würde. Diese Befürchtung aber erwies sich als grundlos. Denn auf dem Wege nach Egypten erschlug ein Engel des Herrn im assyrischen Lager während einer Nacht 185,000 Mann, und Sanherib floh rasch nach Niniveh zurück, wo er später von seinen eigenen Söhnen ermordet wurde (2. Kön. 19, 35—37). (Schluß folgt.) Notizen. lieber bie Aussprache und Bedeutung des Namens .פרופיית Die vielseitige Bedeutung, die in der wissenschaftlichen Erforschung der Eigennamen liegt, hat Zunz schon langst auf's Deutlichste dargethan. Im Gegensätze gegen die frivole Blasirtheit, womit aus dem Gebiete der jüdischen Literatur Detailuntersuchungen von unserm kurzathmigen Geschlecht bereits wieder ausgenommen werden, scheint es mir daher im Interesse der jüdischen Wissenschaft geboten, sogar an die Er« klärung eines einzelnen Eigennamens zu gehen und diesem gar Manchen vielleicht zu minutiös erscheinenden Gegenstand nachstehende Besprechung zu Theil werden zu lassen. In dem Aufsatze ״über den Verfasser des polemischen Werkes כלימת הגרם" . (Monatsschrift 3. Jahrgang S. 320 rc.) habe ich den Namen ״Ephodi" ausschließlich beibehalten, weil über dessen Aussprache keinerlei Zweifel und Schwankungen vorhanden sind, und nicht etwa deswegen, weil jene polemische Abhandlung später entstanden ist als das astrono-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.