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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 4 · p. Seite 154

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 4
Article
Erläuterungen der auf einigen mathematischen Sätzen beruhenden Mischna Kilaim 5, 5
Date
1855-01-01
Page
Seite 154 (sequence 9)
Language
German
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154 Wissenschaftliche Aufsatze. bare Trennung darbietet, welche bei den andern Weinbergs arten, wobei Maimuni eine Kreiserweiternng verlangt, nicht stattfindet. Ich füge zum Schluffe eine von den Vorgängern abweichende Erklarung hinzu, die, wie ich glaube, dem Sinne der Mischna mehr ent« sprechen dürste. Die Mischna gibt für alle verkommenden Fälle zwei Vcrhaltungsnormen, eine theoretische und eine praktische, die sich gegenseitig ergänzen, an. Die theoretische Norm wird bier so wie im Allgemeinen nur in solchen Fällen modisicirt, wo die praktischen Verhältnisse die volle An- Wendung der Theorie nicht gestatten. Theoretisch ist der ine zweiten Theile der Mischna angegebene Kreis das. Mittel zur Bestimmung der verbotenen Weiustöcke. Für die Praxis wird aber die Zahl der Weinstücke bezeichnend sein. Da nun viereckige mit fünfeckigen Quadraten, ebenso sechseckige mit siebenelligen Quadraten verwechselt werden könnten, und für gewisse Stellungen des ירק die innerhalb des Kreises von 16 Ellen Radius liegende Anzahl von Weinstöcken nicht übereinstimmt, wie aus Fig. 2, 3; 6, 7; 8 u. 9 zu ersehen ist, so ist zu befürchten, daß die kleinere Zahl für maßgebend angesehen werden könnte. Deshalb gibt die Mischna beispielshalber die praktische Anweisung, daß bei vier- und stinselligen Quadraten gemeinschaftlich die Zahl 45 angewandt werde, wozu Zeruschalmi ganz richtig bemerkt, in diesem speciellen Falle sei das ירק um den Weinstock herum gepflanzt. Aus diesem Grunde erwähnt die Mischna im ersten Theile eine Zahl und im zweiten Theile das Grundmerkmal des Längenmaßes; ferner faßt sie deshalb viermit fünselligen Quadraten unter, eine Kategorie zusammen. Hieraus folgt nun, daß, wenn das ירק um den Weinftock herum sich befindet, da bei Anwendung der theoretischen Bestimmung bei fünselligen Quadraten man die Zahl 37 erhalten würde (Fig. 3), dieser Kreis vergrößert werden müsse, damit stch die Zahl 45 ergebe. Und um die fehlenden 8 Weinstöcke mit in einen Kreis hineinzuziehen, wird man, wie eine leichte Berechnung ergibt/einen Radius von 18,02... Ellen anwenden müssen. Bei sechs- und siebenelligen Quadraten hingegen stimmen bei derselben Stellung des ירק die Zahlen 21 überein (Fig. 4 u. 5). Zst aber das ירק z. B. in der Mitte eines Quadrats, so ergibt sich durch Anwendüng der theoretischen Bestimmung bei vierelligcn die Zahl 52 (Fig. 6), bei fünselligen die Zahl 32 (Fig. 7), und es muß der Zahlenübereinstimmung wegen bei letzteren ein Radius von 17,67 ... Ellen angewandt werden. Bei sechSelligen erhält man die Zahl 24 (Fig. 8), bei siebenelligen die Zahl 16 (Fig. 9). Es muß nun bei siebenelligen der Kreis erweitert werden, um eine UebereinstiMmung der Zahlen herbeizuführen.

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