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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 4 · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 4
Article
Rabbi Meir
Date
1855-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Rabbi Mek. Eine biographische Skizze von vr. M. Jost. (Schluß.) Außer Liberias ist es namentlich Ardiskos, wo wir R. Meir nicht selten, aber immer nur aufenthaltsweise antreffen (ErubiU 29, Nasir 56). Uscha Heint somit alle Synhedrialmitglieder nur dann in seinem Schooße vereinigt zu haben, wenn eine gemeinsame Berathung die Anwesenheit Aller erheischte, da wir ja auch von einem andern Mitgliede, dem R. Simon ben Jochai, wissen, daß er für gewöhnlich seinen Wohnsitz nicht in Uscha, sondern in Thekoa chatte.! Fragen wir jetzt nach R. Mel'r's Auffassung des collegiatischen Verhältnisses, in welchem er zu den übrigen Synchedristen stand, so finden wir auch nach dieser Seite hin durch die ungewöhnliche Vereinigung der zartesten Rücksichtnahme mit der männlichsten Bestimmtheit uns nicht wenig interessirt.und befriedigt. R. Mei'r, so berichtet einer seiner Schüler (Sabbat 134a), wurde einst an einem Sabbattage von einem Unwohlsein befallen. ,Da schickten wir uns an, für ihn ein Medicament zu bereiten, dessen Zubereitung am Sabbat nach seiner Ansicht zulässig, nach der seiner Collegen unstatthaft ist. Zu unserer Verwunderung wollte R. Merr uns nicht gewähren lassen. Als wir ihm darauf Vorstellungen machten, daß er durch sein Verfahren der Autorität seines eigenen Wortes Eintrag thue, antwortete er ruhig: ״So lange ich lebe, habe ich es mir nicht in den Sinn koinmen lassen, in irgend Etwas gegen die Lehr- Meinungen!ueiner Collegen zu handeln". Wir werden dieser Probe von Selbstverleugnung und Gewissenhaftigkeit gegenüber uns nicht wundern, wenn R. Jose seinen Landsleuten, den Bewohnern von Sepphoris, von seinem Collegen Meir nichts Geringeres zu sagen weiß, als: Er sei ein großer Mensch, ein Frankel, Monatsschrift. lV. 4. lö

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