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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 3 · p. Seite 121

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension] / L. M.
Date
1855-01-01
Page
Seite 121 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Necensionen und Anzeigen. 121 Die Geschichten der heiligen Schriften, mit vielen Nutzanw mdüngen für die israelitische Jugend jedes Alters in Schule und Haus, wie auch mit einer Zeittafel und einer Karte des heiligen Landes. Don D1\ I. H. Iacobso n, Rabbiner und Prediger. Leipzig, bei C. L. Fritzsche 3615 a. m. (1855). ISO Seiten. Herr D1-. I. hat es in vorliegendem Merkchen unternommen, den Inhalt der biblischen Geschichte in gemessener Kürze leichtfaßlich wiederzuerzählen, um dem jüdischen Kinde schnell einen Ueberblick über das Ganze zu verschaffen. Weil aber das Biblisch-Historische neben seinem Selbstzwecke auch die Bestimmung hat und unstreitig auch, ein treffliches Mittel ist, das kindliche Gemüth zu bilden und zu veredeln, so hat der Verfasser nach jedem kleinern Abschnitte einen Ruhepunkt eintreten lassen, in dem er die wichtigsten der aus dem Erzählten sich ergebenden Lehren, oder den Standpunkt, von dem aus die biblischen Personen und deren Handlungen aufzusaffen sind, unter dem Namen Nutzanwendungen kurz angibt. Hierdurch tritt das einzelne Factum als ein abgerundetes Ganze auf, prägt sich segensreich und in rechter Weise der kindlichen Seele ein und wird nicht schon vom nächsten Factum verwischt oder verwirrt. Insofern zeichnet sich das Buch vor manchen andern desselben Inhalts uns und wird ihm wohl die ihm gebührende Rücksicht von Seiten jüdischer Religionslehrer nicht entgehen. Am- Einzelnen indeß ist so manches auszustellen, das vom Verfasser leicht hätte vermieden werden können. So heißt es Seite 1: ״Zuerst schuf Gott Himmel und Erde und Licht; da war ein Tag". Der Verfasser hätte mit fast allen Exegetcn בראשית ברא אלהים als die lieberschrist zur Schöpsungsgeschichtc nehmen und am ersten Tage nur das Licht entstehen lassen sollen; er hätte sich dann auch nicht schon im nächsten Satze widersprochen, in dem er den Himmel als Schöpfung des zweiten Tages angibt. S. 2, Nutzanw. 3: ״Der Mensch zuletzt erschaffen, er soll daraus Demuth und Bescheidenheit erlernen". Wir glauben, deutlicher läßt sich darin die Liebe Gottes ersehen, die ihn in eine fertige, schöne Welt setzte. S. 6 wird der Tod Kains durch Lemech als ein bestimmtes Factum angegeben, was er doch wohl nicht ist. S. 18 macht der Schluß der Nutzanw. 1: ״Er fügte sich in die höhere Schickung und bestattete seine Leiche" eine fast komische Wirkung; eben so S. 35: ״Und da sie sah, daß es sehr schön war, verbarg sie es". S. 22 scheint der Verfasser den mit Jacob am Jabok Ringenden für einen Menschen hinzustellen; das wäre besonders mit Rücksicht aus Hosca 12, 5 nicht angemessen. Recht auffallend ist die aus diesen Vorfall

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