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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 3 · p. Seite 118

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1855-01-01
Page
Seite 118 (sequence 4)
Language
German
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118 Recensionen und Anzeigen. mild ausgedrückt, einen sehr unbefriedigenden Eindruck, keineswegs allein stehe. Nichtsdestoweniger wollen wir uns die Freude über die von dem edlen Künstler uns gebotene Gabe durch die wenigen Blätter, die wir aus religiösem Bedenken unbenutzt lassen müssen, nicht verkümmern. Gilt ja so häufig der Hesiodeische Spruch: tcXsov T][n<?u ■ icavcbi;. vr. Manuel Joel. Literarische Berichte. Leipzig, 8. Februar 185S. Die jüdischen Gelehrten Italiens haben in der letzten Zeit Proben ihrer literarischen Thätigkeit geliefert. Professor Lelio della Torre hat eine vortreffliche Rede: Nos« Mendelssohn (Padua 1854. 8. S. 31) veröffentlicht*). Sie wurde zur Eröffnung des Collegium Rabbinicum am 18. Nov. 1854 gehalten und zeichnet sich, wie alle Arbeiten della Torre's, durch einen blühenden Styl aus. S. 21 wird Mendelssohn eine deutsche Uebersetzung des ,מלוח ההגיון irrthümlich zugeschrieben. Auch ist mir eine Biographie Mendelssohns von dessen Sohne Joseph unbekannt. Von demselben Verfasser sind ״Preghiere per 1’ apertura e per 1a chiusa animale degli studj nelT Istituto Convitto Rabbinico in Padova“ (Padua, 1854. 8. S- 17), hebräisch und deutsch erschienen. — G. I. Ascoli in Görz hat als Fortsetzung seiner ״stndj orientali e 1ingni8tiei" eine Uebersetzung des ״Nala“ begonnen. Er und Aufrecht sind, soviel mir bekannt, die einzigen jübischen Gelehrten, die sich speciell mit der Sanskrit-Literatur beschäftigen. — Reggio ist mit der Herausgabe des Commentars zur Genesis von Wessely, nach dem Autograph des Verfassers, beschäftigt. Ein Bruchstück desselben ist Hamburg 1842 gedruckt worden, und hoffentlich wird der thätige Greis vom jüdischen Publikum unterstützt werden, damit die großen Druckkosten gedeckt werden. Der Herausgeber hat die Vorrede an seinem 70. Geburtstage beendigt! Ein christlicher Veteran, der Ritter K. A. Schaab, hat seine ״diplomatische Geschichte der Juden in Mainz" (Mainz 1854. 8. S. 480) in seinem 94. Lebensjahre vollendet und sie auf eigene Kosten herausgegeben. — Pros. Tischendorf in Leipzig, der ferne von mir beschriebene Sammlung hebräischer und arabischer Handschriften gern Deutschland *) Wird nächstens in diesen Blättern zur ausführlichen Besprechung kommen. D. Red.

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