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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 3 · p. Seite 115

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 3
Article
Wann war die Eroberung Jerusalems durch Pompejus, und wann die durch Herodes?
Date
1855-01-01
Page
Seite 115 (sequence 7)
Language
German
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Recenfionen und Anzeigen. 115 Wieso endlich Josephus dazu kam, dem vom Sommer 63 bis zum Sommer 40 v. ü. Z. herrschenden Hyrkan 24 Jahre zuzuschreiben, ist einfach: Die talmudische Behauptung, daß der 1. Nissan der Neujahrstag für die Zählung der Regierungsjahre sei, ist zwar für die biblische Zeit zweifelhaft, für diese späte Zeit aber anzunehmen. Hyrkan wurde etwa im Tammus 63 wieder eingesetzt, dieses Jahr zählte man für voll, und da er erst im Sommer 40 der Herrschaft beraubt wurde, so wurde tradirt, er habe ins 24. Jahr hinein regiert, wofür Josephus um so leichter 24 Jahr schreiben konnte, als er selbst nicht diese für voll genommen haben will, denn volle 27 Jahr von einander setzt er die beiden Eroberungen an, und dem Antigonns gibt er ja 374 davon. Letzteres aber that er, weil er eben glaubte, daß Jerusalem durch Herodes am Versöhnungstage erobert wurde, in Wahrheit kann Antigonns kaum 3 volle Jahre amtirt haben, vom Sommer 40 bis zum Sommer 37. vr. L. Herzfeld. Recenfionen und Anzeigen. Bilder aus der heiligen Schrift alten Testamentes vonJulius Schnorr v. Karolsfeld. Leipzig 1855. Georg Wigand. Einer der hervorragendsten deutschen Meister, dessen Schöpfungen die Paläste und Villen vieler Könige zieren, wendet sich, von künstlerischer wie religiöser Begeisterung getrieben, mit dieser Galerie von Bildern an das Volk, um ihm die Erzählungen der heiligen Schrift auch einmal durch das Medium der Kunst auszulegen. Die bloße Thatsache genügt, um in uns ein dankbares Interesse für den edlen Meister wie für seine Leistung zu wecken, lieber die Berechtigung der Kunst, als Interpret der ewigen Gedanken, die in den geist- und gemütherhebenden Erzählungen der Bibel uns entgegenleuchten, mit auszutreten, kann wohl dem keine Frage beikommen, der sich von dem Wesen der bildenden Kunst in ihrem ergänzenden Verhältnisse zur menschlichen Sprache auch nur einen einigermaßen klaren Begriff gemacht hat. Es ist hier nicht der Ort, auf dieses vielbehandelte Verhältniß näher einzugehen, nur hervorheben wollen wir, daß ein tiefes Bewußtsein über dasselbe in jedem dieser kunstvollen Blätter uns entgegentritt. Der Künstler versteht es, wie Wenige, uns statt eines Momentes eine ganze Reihe von Momenten, also eine ganze Handlung 9*

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