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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 2 · p. Seite 77

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2
Article
Nachschrift
Date
1855-01-01
Page
Seite 77 (sequence 5)
Language
German
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Recenstonen und Anzeigen. 77 Beza zu Anfang über ב' יו״ט ש?1 ר״ח) weiß Herr R. wenig mitzutheilen^), und er hebt S. 6 und Anmerk. 54 als Besonderes aus einer Stelle des Maor hervor, daß im Zeitalter des R. Ser. אורז!דורון allgemein am Pesach gegessen wurden, was er auch in noch spaterer Zeit — vgl. טור א״ח חנ״ג — hätte wahrnehmen können. Und wenn der Vers. es für zu anstrengend hielt, den Geist des R. Serachja aus dessen größeren Schriften darzustellen, so lag ihm doch manches Andere, durch das er uns mit dem Biographirten in einige geistige Berührung gebracht hätte, sehr nahe; aber auch dieses hat er nicht benutzt. Herr R. hat Raum genug anzuführen, welche jüd. Gelehrten ihre Schriften mit Widmungen begleiteten, zählt mit ängstlicher Genauigkeit die Autoren auf, die von R. Serachja genannt werden, und nimmt einschachtelnd Veranlassung, weiter diese citirten Gelehrten nach der früher bemerkten Weise zu besprechen: ein gründliches Eingehen auf R. Serachja's kleines Werk ס׳ ושבא (abgedruckt im Temim denn im I. 5382, und wiederholt abgedruckt Sklow 8563, nur fehlt in dieser Ausgabe das Schlußgedicht) wird vermißt. In diesem dem Umfang nach kleinen Schristchen zeigt sich R. Ser. von einer nicht geahnten Seite: er versucht eine Methodologie des Talmuds, die er auf 13 Regeln nach Weife der מי מדות zurückführt. Diese Regeln zeigen von Tiefe und Gelehrsamkeit, wie sie nur bei den großen Lehrern jener Zeit zu finden ist; sie tragen ferner Spuren eines ordnenden und sichtenden Geistes, wie *) Herr N. erzählt S. 4 rühmend, daß 91. Ser. auf den j. T. keinen, Werth gelegt habe. Aus den Citaten Anmerk. 36 gehet jedoch nur hervor, daß er dem b. T. gegenüber, dem j. T. nicht Autorität eingeräumt habe; und hierin ging ihm schon Alfa ft (vgl. Ende Erubin) voran. (Das dortige והתלמוד ירושלמי לא חשב מאומד. ist sehr ungenau.) — Wenn ferner der Vers. S. 4 anführt, daß 9t. Ser. sich zuweilen gegen frühere Autoritäten (דכאונית) . erhebt, so war dieses überhaupt in der spanischen Schule nicht selten, und selbst der schonende Namban schreibt in seinen Novellen zu Nidda 54 über eine Erklärung des 9t. Saadia Gaon: על מוצא בדברים דללו ידוו כל הימים שההורה משחכדה מלומדה . -- Ungemein befremdend ist, daß Herr N. Anmerk. 33 für den kritischen Geschmack des 9t. Ser. anführt, daß er manche Leseart als unecht״ erklärt, so Pesachim 30 במשדז כחכ: hat doch auch Tosafot das. diese Bemerkung! Und wie vkele Stellen erklären Naschi und vorzüglich 9taschbam für unecht! — Was ferner Herr N. Anmerk. 30 bewundernd über 9t. Ser. hinsichtlich der הקנה המתיבתא דמורדת bemerkt, würde einen großen Th eil der Bewunderung für ihn verloren haben, wenn er statt ausschließend literarhistorisch auch wissenschastlich gearbeitet und aus den einschlagenden Autoren (vergl. 9t. Nissim zu Ketubvt 63. 64) erkannt hätte, daß die תקנח המתיבתא schon auf mehreren Seiten auf Widerspruch stieß, und Serachja eigentlich nur das Bewußtsein seiner Zeit aussprach, vgl. auch das. וכ״ב הרמב״ן ז״ל שעכשיו כבד בשלד. וכוי. Frankel, Monatsschrift. lV. 2. tz

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