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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 2 · p. Seite 75

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2
Article
Nachschrift
Date
1855-01-01
Page
Seite 75 (sequence 3)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 75 besitzen, w wird dem mit seinen Schriften und deren Geist Bekannten sich leicht ergeben, welchen tiefen Einfluß er auf die, Fortentwickelung der Halacha übte. N. Serachia vereinigt in sich den Lehrgang Rasch i's und der Tosafisten in seltener .Weise: er erläutert und discutirt zugleich, und seine Dialektik ist so tief und schlagend, ,daß ,man sich vonihr geweckt und ״hingerissen suhlt. Diese Dialektik , erhält noch einen höher« Reiz durch die Entgegnungen des Ramban, die jedoch, wie.R. .,-Schab-- batai״Cohn bemerkt, selten die kritischen Einwürfe des N, Serachja ganz zu, entkräften vermögen, welches auch Ramban, selbst. Vgl. dessen Vorrede zu Moed, gesuhlt zu haben scheint. Von der Ungenügsamkeit der Arbeit des Herrn R. möge auch schon der Umstand zeigen, daß er des, NDN^VN D des Ramban nicht - gedenkt, ,,unbeachtet,,,läßt welchen Aufschluß jenes in seinem Reflex über das Werk des R. Serachia gibt. Ueberhaupt bildenR. Abraham ben David, R. Serachja ״und Ramban ein Dreigesiirn am Horizont ,der talm. Kritikwelches, nicht von einander getrennt werden darf: sie haben einen äußern Derbindungspunkt, sie gruppiren in gewisser Hinsicht um Alfasi, und von dieser Gruppirung aus sind״ sie, nach den verschiedenen -sich in ihnen manisestirenden Richtungen zu beurtheilen. .Nicht, ob Dieser oder Jener seiner spricht darf , das Ziel der Forschung sein, solche in die dritte, höchstens in die zweite Reihe zu stellenden Aeußerlichkeiten können freilich bei ,nur einigem Durchblättern ״abgesehen" werden, ,sondern welche Geistesthätigkeit vorwiegt, welche Richtung in dey , Werken , des ״ Autors spricht, welchen Eindruck, seine Werke bei tiefcrm Eingehen zurücklassen. Herr R. würde, hätte, ihm ein solches Ziel vorgeschwebt, sich nicht viel damit befaßt haben, daß die Kritik des R. A. b. D, scharf und perletzend, R. Serachja dagegen schonend und anerkennend sei, daß aber auch R. A. b. Din seiner Kritik gegen Alfasi schonend und ehrfurchtsvoll spreche. Letztere Bemerkung ist fast auch für den Anfänger überflüssig; jedes Citat aus R. A. b. D. bei R. Ascher und im spricht hiervon, und welche Autorität ihm Alfasi war zeigen, doch, allenthalben seine- Bemerkungen zu dem Jad Hachasakawo ,er sich ,allenthalben״ auf denselben beruft. Herr R. würde bei gründlich enj Forschen über das Wesen des R. A. b. D. Aufschluß Mer sein ״schonungsloses Verfahren gegen R. Ser. und gegen, Maimonides gefunden haben. ״Zn R. A. b- D. ,tritt ein ,scharfzersetzender tieseindringender Verstand hervor und R. A. b. D. zählt-.zu den scharfsinnigsten Kritikern der Wissenschaft!überhaupt: bei solchem eminenten,״ jede Schwäche mit Adlerblicke entdeckendem Geiste, ,pflegt , in; der- Hingebung, an ״denihn ganz durchdringenden Stoff die/ äußere urbane Form, vor! dem -Gefühle

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