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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 2 · p. Seite 66

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2
Article
Gnostische Elemente und die Aeonenlehre im Talmud
Date
1855-01-01
Page
Seite 66 (sequence 1)
Language
German
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66. Wissenschaftliche AnMtze. G n ostische E l emente und die Aeonentehre im iLalmnd. Unsere Zeit, die den «tien;• Religionsphilyfophien,-.mch Kosmogo-- nicn. «ine besondere Aufmerksamfeit und Pflege. geschenkt,. hat, -nuy. auch der Kabbala, die eine nahe Verwandtschaft mit dem Gnosticismus und der Lehre Zoroasters verräth, ein vorzügliches Augemnerk gewidmet. Hauptsächlich, war es nach ft dean Buche I e z i r a der. S o h a r, -der eigcntliche. Kanon der Kabbala, dessen Alter und Echtheit, von Jellinck einer Kritik ,unterzogen wurde. Meines. Erachtens ..verdienen aber v o rerst. die,zerstreuten Reste und die hin und wieder auftauchenden, Spuren der, Kahbala und des Gnosticismus im Talmud, und Midrasch, die unzweifelhaft älter, sind als der Sohar,, eine genaue kritische, Untersuchung und Zusammenstellung, die eine, sehr reiche; Ausbeute erwarten läßt.;,.; Die Talmudisten, besonders in Palästina,und.,den angrenzenden, Ländern, konnten sich des Umganges und des Einflusses der Gnostiker nicht gänzlich entwehren, wie dies Hr. Di־. Grätz, Geschichte der,Juden, Gnosticismus und Iudenthnm, schlagend nachgewiescn, hat,,,,.®e.wi ohwohl - der gesunde kernige Boden .des Judenthnnks derartige , wilde Auswüchse,;die . die regellose Phantasie der .christlichen Gnostiker ausbrütete, nicht aufkommen ließ,;, so wußten sich doch, manche gnostische Elemente,und sogar die gnostische Terminologie״, die dann auf die.Sprache und Denkungsart, inflnirten, -Eingang, zu -verschaffen.. Wir. glauben nun. in, den folgenden, Lehren und, Aussprüchen,des Talmuds solchen, gnostischen Elementen und Terminologien, obwohl nicht immer die, adäquaten Begriffe״ -die bei den schwärmerischen . Gnostikern , selbst dunkel, und vcr- Worren waren, damit verbunden waren, , auf die Spur gekommen, .zu sein. . : , ■; -!:: ,׳. . Die Aeonenlehre gehört, zu den charakteristischey.,Merkmalw der gnostifchen Kosmogonie, die wir auch in manchen Sentenzen der Hagada und, der Kabbala qntreffen. ״Wenn Valentin auch nicht der erste aller Gnostiker war, der dieses Wort ״Aeons gebrauchte, so war er wenigstens derjenige, der zuerst den ganzen Reichthum einer vollständigen Aeonen- Theorie darlegte" Matter, Geschichte des Gnosticismus II, M. , Nächst Valentin,war cs Basilides, der sie Uranoi und Bardesancs, der sie.mit, dem; syrischen, Worte Zthio, wahrscheinlich איח ==;benannte, die, dieses System vollständig ausbildeten.... Das, Zenseitige, und Göttliche bildet bei Basilides, dessen System wir^ kurz.skizziren;Mollen, eine großartige.Emanationswelt, an deren Spitze ein unbezeugtes und myn, erschaffenes, darum auch verborgenes und unaussprechbares llrwesen/ (^sog steht. Dieses entfaltet sichln eine'Siebenzähl;;Hy-

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