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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1855-01-01 · Heft 2 · p. Seite 54

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
4 (1855)
Issue
Heft 2
Article
Rede bei der am 28. Januar 1855 stattgehabten Gedächtnisfeier am jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau
Date
1855-01-01
Page
Seite 54 (sequence 10)
Language
German
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54 Rede bei der Gedächtnißfeier pendien wurden würdig befunden drei die Universität besuchende Seminaristen aus Hildesheim, Tischtigel und Wöllstein. Mit Dank werde nun der Aufmunterung gedacht, die von anderen Seiten kam. Sie war um: so wohlthuender und zu reger Thätigkeit anspornend, als Hierin Zeichen einer freundlichen Anerkennung lagen, auf die das Seminar, wenn es auch sein Bewußtsein in sich tragt, nur ungern verzichten würde. Es haben sowohl einzelne Treffliche als ganze Gemeinden ihre freundliche Theilnahme zu erkennen gegeben. Es gereicht zu inniger Befriedigung, hier Herrn Joseph Lehmann aus Glogau, Redacteur des ״Magazins für die Literatur des Auslandes", zu nennen: den Mann der vielfache Anstrengung nicht scheuete, um an die Verwirklichung des projectirten Seminars Hand mitanzulegen, und der nun seinen Verdiensten um diese Anstalt ein neues Blatt eingeflochten. Er hat dem Curatorium 600 Thlr. mit dem Wunsche übergeben: ״Von den Revenüen dieses Kapitals soll alljährlich ein Stipendium an einen der obern Abtheilung angehörenden Seminaristen ertheilt werden, jedoch in der Weise daß derjenige es erhalte, der über ein vom Director gegebenes wissenschaftliches Thema die nach dem Ausspruche des Lehrercollegiums beste Arbeit geliefert hat. Dieses Stipendium soll an dem jedesmaligen Todestage des Stifters vertheilt werden; und soll der mit dem Stipendium belehnte Hörer seine Ausarbeitung an der Gedächtnißfeier vortragen." Herr Lehmann hat ferner die Seminarbibliothek mit einem bändereichen schätzbaren Werke und einem kostbaren Manuscripte bedacht. Eine rege Theilnahme spricht sich in der vorsorglichen Milde des Herrn Bankier I.׳ Prinz aus, der der Anstalt seit der kurzen Zeit der Eröffnung des Seminars 150 Thlr. zur Aushülfe mittelloser Hörer übermachte. Herr Noä. Di*. I. Lobethal hat seinen frommen menschenfreundlichen Sinn der Anstalt bekundet: er sendet ihr jeden Monat eine bedeutende Summe für würdige unbemittelte Hörer zu. Auch Herr M. B. Friedenthal legte seine Theilnahme an den Tag. Mit Dank sei ferner gedacht Herr Ferdinand Hirt, der die Seminarbibliothek mit einer Anzahl Werke bereicherte, und

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