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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 11 · p. Seite 436

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 11
Article
Notizen.
Date
1854-01-01
Page
Seite 436 (sequence 4)
Language
German
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430 Notizen. mmuthct, daß sie den assvrischen Herkules darftellteu. Gigeukhümlich i!t im Vergleich zu der kolossalen Größe dieser Götzenungebener dle Gnge des Eingangs; allein dieselbe bildet einen der hervorstechenden Zinze assyrischer Architektur. Aus der Decke über dem Giugaug ist der lwilige Baum und die beschwingte Grdlrigel gemalt, welche wir ja auch als Symbol deS böchsten Gottes über dem Gingang des aseptischen Hofes finden. Gine ganze assyrischeKulturgeschichte ließe sich von den Basreliefs der innern Wände abfassen, welche mit ibren grellen Farben und ausgeprägten orientalischen. Physiognoiuien der Menschen, namentlich der Weibergestalten, sogleich das Auge des Beschauers fesseln. Da sebeu wir gleich zur Linken vom (Eingänge den assyrischen .Nöuig, die Rechte auf einen langen Stab gestürzt, zwischen zwei besebwingten Figuren siebend: der König tragt jene eigentbümlicke Tiara, welche seinem Bilde auf den assyrischen Monumenten niemals fehlen darf. 2ic־ ist kegelförmig, der untere Tbeil turbanartig, aus bunten Bändern gefertigt, n!it einem kleinen kegelförmigen Aussätze darüber. Die Arme und mit reichen Armbändern überladen. Der Rock zeigt die prächtigsten Goldsiickereien. Alles was die Provbeten rrnd die griechischen Geschichtsschreiber uns über LuruS und Ueppigkeit der Assvrer und besonders ibrer Herrscher und Großen berichtet haben, zeigen uns diese Darstellungen, der mit weiberartigem Schmuck bekleideten Könige. Die geflügelten Figuren kebren bäufig wieder. Sie mögen Priester oder vielleicht Halbgottbeiten darstelien, jedenfalls sind sie von religiösem Obarakter. Sie trugen runde Mützen mit bervorste-!׳enden Hörnern und einem Tannapfel und ein viereckiges Gefäß an den Händen, Gmblenie der!׳eiligen Elemente, Feuer und Wasser wie man vermntbet. Gine andere Gruppe zeigt uns zwei Männer, welche dem Könige Tribut bringen. Der Gigenrbümlichkeit ibrer Kleidung nach scheinen sie unterworfene Feinde darzusietlen : dann folgen wieder zwei beschwingte Figuren, eine derselben mit einem Menschenleibe und einem Adlerkopfe und permurblich den Gott NlSrach darstellend, vor dessen Altäre Sancherib von seinen Söbnen erschlagen wurde. Gin SeitenauSgang, in den Transept führend, zeigt uns eine eigentdümliche Wandbegleitung von Halbsänlen, welche den Pfeilern einer Orgel auf's Haar äbneln. Die Assnrer sollen sieb dieser Säulen als Verzierung der Wände bedient haben, welche sie nicht mit Basreliefs und Malereien bekleiden wollten. Sie sind einer erst ganz frisch in den Trümmern von Kborsabad ausgesundenen Wandbekleidung nachgebildet. M. Schwarzauer. Druckfehler: Seite 389. Zeile 2S von oben. Vers für Berf.

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