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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 11 · p. Seite 433

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 11
Article
Notizen.
Date
1854-01-01
Page
Seite 433 (sequence 1)
Language
German
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433 Nottze». Notizen. Der Ninive hl׳ of im Krysta l lpalast von Sy den Ham, crrichtet unter der Aufsicht und nach den Zeichnungen FcrguponS, eines Architekten, welcher sich schon seit Zabren vorzugsweise dem Studium der assyrischen Architektur gewidmet bat, ist unstreitig der merkwiirdigste unter den verschiedenen anderen Höfen. — Die Ausgrabungen, me!ehe Lotta, der fralizösische Consul im Orient, und nach ihn? Layard an den Ufern des Tigris haben vornehmen lassen, lieferten in architektonischer Beziehung keine so genügende Resultate, nur den Niniveblof vollständig nach antiken Mustern brrznstcllen. Nur der untere Theil des Hofes, bis zu einer Höhe von siebzehn Fuß über dom!Gründe, ijt na cd den Ruinen in Kborsabüd, Ltimrud und Kouyruniik gebaut worden. Die Sitte, die Städte ans an der Sonne getrockneten Ziegeln zu bauen, bat nur Reste der Königsplätze der Assyrer übrig gelassen, und von ihrem kolossalen Ninive!.׳ (welches eine Art von London gewesen sein muß) ') ■lutv ungehelire Sebttttbausell, welelw d!ie jetzigen Bcwobner der Gegend mit Getreide besäet baben. Fe-rg'nsson bat zur Ergänzung der unvollständigen Modelle, welche die ninivitischon Ruinen lieferten, zu den Ruinen von PersepoliS und Susa gegriffen, Layard sagt: ״Die unter den Ruinen jener berühmten Städte noch erhaltenen Trümmer machen eS nnzweiselbaft, daß die Perser, welche, nach dem Untergange der assyrischen und babylonischen Reiche, die Oberherrschaft über den Orient an steh rissen, von den Assyrern Religion, M'iinfl und (iivilisation überkamen t!ud dieselben in allen Einzelheiten getreu copirten. Der Stier mit dem Menschenkopf aus den KönigSpaläsleu von Nlniveb findet sich unter den Ruinen von PersepoliS wieder. Steinplatten mit geflügelten Gestalten in Prozessionen, Ln Basreliefs zieren die Hallen und die Fa<׳aden; mvtbische und religiöse Symbole, denen, welche man unter den Monumenten von 91ךו1111ן& gefunden, auf's Haar ähnlich, si-nden sich aus den Wänden gezeichnet, und der keilförmigen Schrift bediente mau sich, um den Ruhm und die Titel des Königs zu berichten". Die vier großen Säulen in der Central Halle des Ninivehhofes sind sorgfältige Nachbildungen der Säulen, von Perscpolis und Susa, da mau in den Ruinen von Niniveb nur Kapitaler und Füße gefunden und die Säulen auf den Gemälden der Wände nicht vollständig genug waren, um nach denselben mit Sicherheit Restaurationen vornehmen zu können. Theilweise zeigen sie ein doppeltes Ochftnpaar an demselben Leibe als Kapital, theilweise haben sie einen lyraartigen Aufsatz mit 1) Im Buche Jona heißt cs, "Niniveb babe drei Tagereisen im Umfang gehabt,.und mehr als i20,000 Perst׳neu enthalten, ״welche ihre rechte Hand nicht von der linken hätten unterscheiden tonnen". Vayard in seinem Handbuch (S. 0) bemerkt zu dieser Angabe von der ungeheuren Größe dieser alten Hauptstadt, welche sogar die von" London Übertressen würde, sie erklärt sich daraus, daß innerhalb ihrer׳ Bereiches Felder und Gärten und kleinere, besonders mit Mauern eingeschlossene Quartiere enthalten gewesen seien, ttebrigenS läßt auch der'Umfang der Ruinen.auf die Richtigkeit der von dem Propheten angegebenen Größe schließen. Frankel, Monatsschrift, lll. II. 3$

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