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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 11 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 11
Article
Hagadische Elemente bei den Kirchenvätern
Date
1854-01-01
Page
Seite 429 (sequence 2)
Language
German
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Wissenschaftliche Aufsäpo. 421) 27) Der Vers ( l M. 21,;» וחרא שיה אה בן הגי המציית םצהק wird maunichfaltig Ki^obijlrt; zwei Deutungen desselben hat Hieronvmus ausbrwabrt, welche wir noch mit dem Namen der Tradenten citivt hu Midrasch wiederfinden. Nach Hieroiwmus baden die Hagadisten seiner Zeit das Wort ,מצתי auf zweierlei Weise gedeutet, daß Sara Ismael dem Götzendienst zugeueigt, oder lüstern gesehen batte, ihrem Sobn Isaak die Erstgeburt zu entreißen. Daipliciter itaquo hoc ab Hebraeis exponitur, sive idola Indo lcccrit (Tsmael), guxta iMiul, quod alibi scriptum ost: scdit populus mnnducare et bihcro et surrexcrunt ludere: sivc quod adversum [s:\:1k. quasi majnris aetatis joco sibi et bulo primogenfa vindiearet. — Kt hoc ex ipsius approbatur sermone diccntis: ejiee ancillam huuc cum hl io suo, non enim her es erit iilius ancillae cum filio meo Isaac (das.). Diese doppelte Deutung wird in Midrasch (Genesis Nabba c. 53) als sieb gegenseitig ausschließeud dargestellt. Giuigc altere Tanaiten fassen das Wort מצחק in maiam partem, als wenn Ismae! Unzucht oder Nbgötterei getrieben, R. Simen den Iocbai hingegen deutet es in gütet»! Sinne, daß er sich scherzweise die Erstgeburt angemafit batte. 'אמי־ י ׳במעון בן יוחאי י׳ עקיבא היה אומי בו דבר לגנאי ואני אומי בו דבר לשבה היא ד ישמעאל אומר אין מצד,ק אל ליבון עבודה זרה שנאמר וישב העב לאבל ושהו ויקומו לצה ק — ואני אומר בו דב~ לשבח אין הלשון הלה של צחוק אלא ירושה — שמתשובת אמנו שרה לאברהב בי לא יירש 1בן האמה הזה עם בני אתה למר). 28) Ueber JaeobS Segen für Benjamin (1. M. 4i), 27) har Hieronymus eine ausführliche Hagada, die in unseren Sammlungen wiederum nur wie hingeworfen erscheint. Altäre m quo immolal>antur hostiae et victimurum sanguis ad basin iilius fundebatur, in 1) Herr Selch bassel bat demnach irrtkümlich gefolgert tFrankel, Zeitschrift Jahrgang 1840, S. 22‘.1) weil diese eben besprochene Ha gada bei dem Spanier Br'aulu׳ (epistolne Isidori l*i Hraulionis) vor kommt, daß h Midrasch Ntabba, worin sie erwähnt ür. bereite׳ im siebenten Jahrhundert in Spanien verbreitet gewesen fei’ und 2) daß ein wissenschaftlicher Verkehr in Spanien zwischen gelehrten Juden und (sbristcn stattgefunden babe, so das; Männer wie Braulio und Isidor dadurch sich sogar Kenntnis; der Hagada'o von Juden ungeeignet batten. Diese Folgerung beruht auf einer falschen Prämisse. Die Spüren hagadischer blcmente haben diese spanischen (Geistlichen nicht von Juden, sondern von Kirchenvätern, und die erwähnte Hagada lediglich von Hieronymus. Lraulio bat nicht wörtlich Midrasch Rabba übersetzt, sondern Hieronymus abgeschrieben׳, man vergleiche die Worte Braulio's: 1)uplicitor itaquc hoc ab Hebraeis exponitur,. sivc quod idola lmlo fecerit etc. bis cum filio mco Isaac. Eben so wenig bat der heilige Isidor die Kenntnis; von den hebräischen Namen der Bibeltheilc: Bereschit, Schemot, Daicra rc. von Juden, wie Cassel ausstellt, sondern, wenn nicht von dem halben Häretiker Origencs, so doch vonILusebiuS und Hieronymus, welche die hebräische Benennung der alttcstamentlichen Bücher deutlich und ausführlich angeben.

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