Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Hagadische Elemente bei den Kirchenvätern
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829175-2853374--01929-2853409- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
L87 Wissenschaftliche Aufsätze. Thema verschieden hagadistrt (vergl. Genesis Rabba c. Ö&. S. lila. 113b; Tanchuma z. St.) כשם שהחמור טוען אח המשא כך יששכר טוען את התורה, allein, wie gesagt, nicht in der Gestalt, wie sie uns Hieronymus überliefert. 25) Ich übergehe die Parallele des Midrasch mit außerjüdischen Schriften über Abraham, daß er die Götzenbilder seines Paters zerstört habe, dafür zum Tode verurtheilt, aber durch ein Wunder gerettet, sein Bruder Haran aber bei dieser Gelegenheit verbrannt worden sein soll, eine Parallele, aus die schon Fabricins aus Stellen vou Suidas, Syncellus und andern aufmerksam gemacht hat (Oodex xseudepi^raphus I. 33, 6 ff.), und die am prägnantesten bei Hieronymus (das.) mit ausdrücklicher Erwähnung der jüdischen Quelle vorkommt. Ich gehe nun zu der Hagada über, welche die Veränderung der Namen Abcam in Abraham, Sarai in Sarah zum Thema hat. Hieronymus tradirt: Dieunt aufcem Hebraei, qiiod ex nomine suo Deus, quod apnd illos Tetragrammaton est, he liteiam Abrahae et Sarae addiderit (das.). Hier stoßen wir wieder auf eine Hagada, die in den Sammlungen nicht in dieser Faffung ausgenommen ist; denn in denselben wird die Namenveränderung nur so gedeutet, daß das Jod, welches Sara's Namen entzogen worden, in zwei He zerlegt und den Namen Abraham und Sarai hinzugefügt worden sei. אמר ר' יהושע בן קרחה יוד שנטל הקכ״ה משרי נחלק חציו לשרה וחציו לאברהם (Genesis Rabba c. 47). (Fortsetzung folgt.) Geist der palästinischen und alexandrinischen Hagada. Zweiter Artikel. Der Weg zur Wiffenschast des Judenthums führt durch meistens uuangebaute Gefilde, die jedoch durch die in ihrem Innern verborgenen und selbst von Ungeübten geahnten Schätze zur beharrlichen Urbarmachung dieses Bodens auffordern. Wir nahmen bei der Forschung über den Geist der alten Hagada dje Mechilta als Ausgangspunkt, und suchten ihr ihre eigentliche Stellung nach Zeit der Abfassung und ihren BestandLheilen anzuweisen; wir gehen nun zu dem in der gewöhnlichen Nornenclatur den zweiten, der Zeit und der Anlage nach den ersten Rang unter den drei alten exegetischen Werken einnehmenden Sisra (vgl. oben S. 150 —152). Zwar gehört Sifra zumeist der