Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 2)
- Language
- German
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Neeensioneu und Anzeigen. 359 Schmidt Buchhandlung. CXII S. Kalender, 384־ S. Jahrbuch und XXVM S. hebr. Beilage. — Wir können dein nm Förderung des geistigen und pbnsischeu Wohls unsrer Glaubensgenossen in Oe st re ich so hochvcrdienten Herrn Herausgeber nicht genug Dank wissen, daß er eS trotz mannigfacher Schwierigkeiten unternommen hat, die Wiener Jahrbücher für Israeliten, welche stets einen so guten Klang batten und, erst als Bikure Haittim, dann alö Kerem Chemed in hebräischem Idiome, zuletzt bis 18-48 unter der jetzt wieder angenommenen Benennung in deutscher Sprache, der jüdischeu Literatur zur Zierde gereichten, wieder awfleben zu lassen. Dergleichen Jahrbücher find das sicherste Mittel um gewissen Wabrbeiten und Wisftusgegcnständen auch in den Kreisen Eingang zu verschaffen, denen die Leetüre spezifisch-jüdischer Zeitschriften und neuer Werke dieser Kategorie leider fremd geworden ist, zumal wenn die Aussatze, wie im vorliegenden Iabrbuche fast durchgängig beobachtet wurde, in einem Tone abgefaßt sind, daß sie die richtige Mitte halten zwischen strenger Wissenschastlichkeit und gemeiner Trivialität, sowie auch sonst durch ihre Mannigsaltigkeit Anziehung gewähren. — Doch wir führen unsre Leser in die einzellren Gemacher dieser anmntbigeu Halle selbst ein. Dem Kalender, dein die für östreichisehe Untertbanen besonders zn wissen nöthigen Notizen angehangt find, gebet eine ZeiitrechnnngStasel aus das Jahr 5915 voraus, welche allerdings die in den gewöhnlichen Kalendem übliche an Vollständigkeit weit übertrisst, der wie aber doch für die Zukunft mehr Nüäsichtnalnne ans bedeutende der jüdi fcl)en G csch tch t e u>ii 11 schen möchten. — Das JaNbuch selbst zerfallt eigentlich wieder in zwei Abtbeilnngen. S. 1—110 enthalt mebre re Aufsatze, welche die inneren und Gemeinde-Verhältnisse der Israe- Uten OestreichS nach mehreren Seiten bin darstellen und beleuchten; S. ILO bis zum Schlüsse ist hingegen allgeniein jüdisch-wissenschaftlichen oder belletristischen Inhalts. — Aus der ersttu Abtbeillnng!׳eben wir hervor ״Chrenhalle östr. Juden" und ״aus der isr. Kultnsgememde zn Wien" vom Herausgeber, worin mau sehr interessante Ausschlüsse über die industriellen Verhältnisse der Inden OestreichS überhaupt, sowie über die Cultns-UntcrrichtS- und WohltbatigkeitS-Anstalten und Vereine der jüd. Gemeinde in Wien finden wird. Hier nennen wir besonders den unter der religiösen Leitung des trefflichen Mamchcimer seit 1826 blühenden sogenannten ״Tempel", der dem seit jener Zeit in sehr vielen Gemeinden OestreichS und Deutschkands eingefübrten regulirten Chorgottesdienste als Muster diente, di׳e Religionsschule (worin die Bibel, nicht blos auszugsweise, sondern in. ihrer Integrität und in