Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Die Namen der persischen und babylonischen Feste im Talmud
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 2)
- Language
- German
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348 Wcheuscbastliche AufsäKe. Versuche gemacht und gewissermaßen den Weg gebahnt. S. Biographie des N. Nathan und Erech Millin. Manche schöne Proben haben ferner die Herren öteggio, Biccure Ha'ittim 1826 und Jellinck in ״Sesat Ehachamim" geliefert. -— (5־inen solchen blos dilettantenhasteu Versuch zur Erklärung der im Talmud vorkommenden Namen der persischen und babylonischen Feste null auch dieser Artikel bringen, der, obwohl unvollkommen, weil diese Studien mir fern liegen und nur auch die Quellen,verte mangeln, doch manche nicht unglückliche Eonjeetur enthalten und zur weiteren Forschung von Sprach- und Fachgelehrten anregen dürste. Die Namen der persischen Feste konnnen in beiden Talmuden, babl. Aboda Sara 11 und ilml jeruschalmi Ab. 3. 5 und endlich Llrnäi 4. v. מסדרי vor; aber überall sind die Lesarten und die Orthographie verschieden. Nur durch Vergleichung aller drei lassen sich erst die wahren Namen eruireu, die wir daher hier zusammensieUen. — ,ורפרסאי מאיץ מוטרד‘ וטוריסקי דבבלאי מאי? מוחרנקי ואקני בחנתי ועשי באדר. — נים בבבל: טהורי וכנוני ובמותר.י ג" במרי נוס"די ומוחרק: בשס ר׳ גחמן נרוס בב׳ בארד בפרס בע״עריס באר, כוחרנקי וחורר־ץ ירושלמי: ג׳ ורדרסהי י ד חונח בפרי י - - ערוך : מס"די ומוחחקני ומירון2) י Vergleichen wir damit die altpersischeu Feste, ohne uns über dieses Thema in weitläufige Nutersuchuugen einzulassen, so kann über die Jdendität des נרוס mit dem Neuruzfeste, um die Zeit der Frühlingsnachtgleiche, kein Zweifel obwalten, welches mit der Angabe des Talmuds genau übereiustimmt.— Das zweite Hauptfest war das Mibrgnu oder Meberdjan (Mitragätba ist der Zendname) am 16. Mihr, im Zeud Mithra, zur Zeit des Wiutersolstitiums, welches nun das מוחר^ני des Talmuds ist (viele Beufey und Stern ibid 166 und 164.) Schwieriger i\t die Erklärung des מסדרי oder מס״די. Denn die Lesart מוטרדי, was Landau für Mithras hält, ist nach Obigen, gewiß falsch und hat auch die beiden Varianten des Jeruschalmi und Aruch, gegen sich. Der Talmud hat offenbar in מוהרקגי die Pazendform Mihir adoptirt. Auch wäre die Orthographie unrichtig, da es mit Th au, nicht mit Tet kommen müßte, wie der Name Mithridath מהרדד, Esra 1. 8, bezeigt. In מסדרי, das גום דרי iuterpunktirt und gelesen werden muß, glauben wir nava ^avodlia, neues Jahr zu erkennen, wie auch die Armenier, welche sich des persischen Sonnenjahrs bedienen, den ersten Monat Navasardi nennen. Bcnsey und Stern, Monatsnamen u. s. w. 13L ff. ״Aus Navasardi, heißt cs daselbst 139, ist ohne Zweifel mit Uebergang des 2) Aruch edit. Landau s. v. טוריכקי ist voll Druckfehler und wir konnten die Lesarten nicht daraus feststellen.