Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Briefe aus dem Orient
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 345 (sequence 2)
- Language
- German
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- Beirut 1× ep/1047833
- Hebron 1× ep/1047559
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Briefe aus dem Orient. 345 Den 20. 2"li. Die Post gebet erst morgen ab. Ich war beute in Hebron, woselbst ich Alles besichtigte und gebe beute Abend nach Schecbem — Naplus —, um auch die dortigen Samaritaner zu studiren: ich bringe höchst interessante Nachrichten mit, die ich unter dem Namen ״Judäa und Jerusalem",- entbaltend die orientalisch- und algierisch - indischen Creiguisse von 1840 bis 1854, mittheilen werde. Ibnen, verebrter Herr! den (Eindruck zu beschreiben, den Jerusalem und dessen Ruinen, sowie die Westmauer des Tempels — כותל מערבי — auf mich machten und welche wehmütbige Erinnerungen sie in nur bervorriesen, übersteigt meine fräste. Manches hierüber, wenn ich in Ruhe zurückgekehrt fein werde. Mittnwch, am Neumondstage des Ab (27. Juli) findet so Gott will die Einweihung des Hospitals, das einen Saal ״Montesiore und Rothschild" bat, in Gegenwart sämmtlieber Konsuln, Rabbiner und des von mir gegründeten, aus allen (Gemeinden zusammengesetzten, aus 24 Mitgliedern bestehenden Comitös statt; den 3. August Abend reise ich von Jerusalem, den 5. August von Jaffa ab, gehe über Beirut, Latokia, Zypern, Rbodus, Smyrna nach Constantinopel, wo ich den 10—30. August bleiben werde, und hoffe den 11. September in Paris zu sein. Ich zeichne u. s. w. Albert Cohn. II, ״Alls dem Schiffe Adria im Hasen voll Athen, Piraeus, 25. Angnst 1854. Berehrtester Herr Rabbiner, Direktor und Freund! Jetzt sind Sie wahrscheinlich schon mitten in Ihren neuen großartigen Beschästigungen, zu denen ich Ihnen sicher jedes Glück wünsche, und ich befinde mich jetzt auf meiner Rückfahrt von einer Reise, die Gott in seiner Güte von Anfang bis zum Cnde gesegnet hat. Cs war mir vergönnt, in Äonstautinopel, mit Ciuverständniß des Chacham Baschi, der mir alles geschrieben und gesiegelt mitgab, ein aus einheimischen und europäischen Juden bestehendes Comitö zu bilden, das mit Gründüng von Schulen und Hospital sich auch fernerhin befassen wird, für welche die Gemeinde 60,000 Piaster, einzelne Subseriptionen 35,000 Piaster unterzeichnet, dergestalt, daß noch während meiner Anwesenheit ein großes HauS in einem der am meisten von Inden bewohnten Quartiere BalaaL gcmiethet und zur Schule eingerichtet wurde, die 3 Lehrer für hebräische, 1 für türkische und 1 für italienische Sprache Frankel, Monatsschrift. IN. v. 26