Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die gegenwärtige Lage der Juden in Palästina
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 9)
- Language
- German
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202 Die gegciuvärtigc Lage der Juden in Palästina. 11113 nicht bt'3 Glaubens, so liefet in dieser Verbindung nichts was unS zum Vorwürfe gereichen konnte. Wer eine große Idee erfassen kann der freuet sich der Idee, und es schmilzt an deren innerer Wärme der eisige Frost der kleinlichen Alltagsbedenklich keilen. Dieses ist der wahrhaft erhebende Plan, den -Herr Cohn mit der den Leidenden zu bringenden -Hülfe verbindet. Durch Schulen und Anstalten in Palästina soll auf die Inden des ganzen Orients, auf deren civile und politische Hebung gewirkt werden; und es soll sich Wgleich ein neues Band um die morgen- und abendländischen Brüder schließen. Zu diesem Zwecke wird auch beabsichtigt ein Journal in hebräischer Sprache, der Sprache die alben Juden des Orients verständlich ist, in Jerusalem gründen: in diesem Journal werden die fernen und entferntesten oriientalischen Israeliten Nachrichten über ihre Zustände niederlegen und das Abendland mit ihnen einen Gedankenaustausch eingehcn. Cngland und Frankreich unterstüpen eifrig das Unteniehmen; auch Deutschland wird nicht zurück bleiben: es ist wohlilmend mittheilen zu können daß Prag, diese Muttergcmeinde — עיר ואב בישראל — sich durch Subftriptionen betheiliigt hat, deren Vorgang, wie mit Sicherheit zu hoffen ist, Nachahmung finden wird ft. _ Frankel. 5) Nach den neuesten Mitteilungen öffentlicher Blätter bat Herr A. (>ot11׳, der seine Reise über Triest antrat, in Wien in einer Audienz bei Sr. Majestat dem Kaiser die huldvollste Aufnahme gefunden, und auch tun! den Herren Ministern Buol und Bach die nachdrücklichsten Zusicherungen erhalten. (?8 liegt hierin ein merüiches Vorzeichen für da- (Gelingen des Unternehmens: Oesterreichs Protection bielt die Juden des Orients in mehrfachen Bedrängnisten aufrecht, und eS bietet jetzt grosimüthig seinen Beistand dar, um eine bessere Zukunft für sie berbeizufübren. Der Segen aller Menschenfreunde wiird auf Oesterreichs erhabenen Herrscher und dessen Minister kommen.