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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 290

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Die gegenwärtige Lage der Juden in Palästina
Date
1854-01-01
Page
Seite 290 (sequence 7)
Language
German
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2<)0 Die gegenwärtige Lage der Juden in Palästina. licken und politischen Stellung ihrer Glaubensgenossen im Orient gemacl't wurden. Diese Bebörden befassen sich jetzt damit der unglücklieben Lage der in der Türkei und in Palästina wobnenden Juden abznbelfen, indem sie ümm tbciltf Ilnterstülznng an Geld zusließen lassen, um so viel als möglich das große sie drückende Elend zu erleichtern, tbeils junge israelitische Türken nach Europa rufen wollen, um sie in europäischen Sitten und Zivilisation zu erziehen und sie dann in ihr Vaterland znrückzusenden, daß sie dort ihren Brüdern und Mitbürgern ibre Erziebling und die Fortschritte der Israeliten des Abendlandes mittbeilen. Um die Frage an den eigentlichen Orten zu erforschen begibt sich Herr Albert Eot׳n, Präsident des Eonststorialeomitä's israelitischer Wobltl'ätigkeit zu Paris, 1tncf> Jerusalem, dein Zentrum und der Metropole des morgenländischeu IudentlnnnS. Herr Eobn, ein ausgezeichneter Orientalist und bekannt durch die großen seinen Glaubensgenossen geleisteten Dienste, vorzüglich durch h'u Antbeil den er an der Organisarion der algierischen Iltdenbeir genommen, wird den Inden des beiligen Landes materielle Hülse, moralische Ermntbigung und eine machtige Protection bringen. Gr wird zu Jerusalem Schulen, wobltbätige Anstalten, Gesellschaften für Verbreitung der Künste, Handwerke und des Ackerbaues organisiren, ferner ein hebräisches Journal ins Leben rufen, das ein beständiges Band, einen Austausch von Ideen und religioser und moralischer Kraft zwischen den Israeliten des Orients und jenen die die Lander Enropa's bewobnen, verstellen soll. Mau erwartet die glücklichsten Resultate von der Reise des Herrn A. Golm. Die Wege der Vorsehung sind dem Sterblichen verborgen, er vermag sie nur von fern zu ahnen; aber selbst dieses dunkle Ahnen, wie erfüllt es ihn mit Bewunderung und Anbetung der göttlichen Weisheit! (*ine große Macht hat. wenn den in öffentlichen Blättern verbreiteten Nachrichten Glauben beizmnessen ist, verschiedene harte Maßregeln gegen ihre israelitischen Nntertbancn angeordnet. Es muß dahin gestellt bleiben, ob diese Mittheilungen durchgängig gegründet sind; sollten sie sich bestätigen so würde sich nur von Neuem darthun daß der Herr Israel nicht verläßt, daß er für die Wunde, die hier geschlagen wird anderswo siebenfache Heilung vorbereitet. Er, der unersorschüch mit Gerechtigkeit Allgüte vereinigt, läßt durch die SchmerzenSkunde ein neues Licht anbrechen, läßt aus einem Boden den gegenwärtig nur Jammer und Elend bedecken eine

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