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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 7 · p. Seite 281

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 7
Article
Notizen. / Wiener, Meir ben David ha-Kohen
Date
1854-01-01
Page
Seite 281 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Notizen. 281 so clu'T der Fall gewesen sein dürfte, als daselbst, wie scbon Jost in seiner Geschichte der Israeliten VII. p. 272 naebweist, tut M Iabr- Hunderte die Juden das Schicksal hatten, vertrieben, dann!nieder aufgenommen, bieraus wiedermn verti'ieben und spater auf's Neue aufgenommen zu werden. Gewißheit von der Unrichtigkeit der erwähnten Behauptung erlangten wir aber vollends, als wir in diesen Tagen 'Auskunft über die Besebaffenheit jenes Leickensteines und eine Abschrift der auf demselben befindlichen Inschrist erhielten. Wir erfuhren namlick, daß der Stein nicht ganz die (tröste der jetzigen ^eichenfteine l׳abe, säst einen Würfel bilde und in kleiner Quadratschrist folgende Inschrift trage: .האבן הזאת אשר הוקם לראשה טרח פערלה בח ר׳ נחן נקברד ביום ב׳ ג' אייר שנת קנ״ז. Mußten wir mm schon aus der Abfassung derselben erkennen, daß sie unmöglich ein so Hobes Alter haben könne, wie man annehmen zu müssen geglaubt batte, da vor 1457 Jab reu ein jüdisches Epitaph schwerlich auf diese Weise abgesast worden wäre, so ergab sich uns aus der genauen Angabe, daß jene Beeerdiguug an! Montage dem 3. Ijar stattgefunden habe, bei Anwendung der chronologischen Tabellen in Meier Kornick'S System der Zeitrechnung (Berlin 1825) die völlige Unrichtigkeit der mebrcrwabnten Behauptung, indem wir ermittelten, das im Jahre 31)7 der 3. Ijar keinesweges auf einen Montag, sondern ans einen Sonnabend gefallen, da st dagegen im Iabre 1397 der dritte Ijar, so wie das bpitaph dies angibt, am Montage gewesen sei. Weit entfernt, hiermit den frühen Aufenthalt der Juden in Mein leugnen zu wollen, geben wir vielmehr gern zu, was schon Schudt in seinen jüdischen Merkwürdigkeiten nachweist, daß dieselben bereits im zweiten Jahrhunderte mit den Römern dortbr'11 emgewandert seien und in jenen Zeiten daselbst das Bürger- und Stadtrecht gehabt haben; nur müssen wir es nach der dargelegten Beweisführung eutschieden in Abrede stellen, dasi jener Leicheustein als ein jüdisches Denkmal aus dem vierten Jahrhunderte gelten solle. Dr. M. Wiener. Zur Mischna-Excgesc. Unter dem Namen מי רקיעים (Palmwasser) wird in der Misebua (Sabbat f. 100 d) ein Heilmittel erwähnt, dessen Beschaffenheit von der Mischna nicht naher angegeben wird. In der bezüglichen Oieiiiara (daselbst f. 110a) erklärt jedoch Rabba bar Brona diese Stelle also: ״Es entspringt", sagt er, ״in Palästina eine Quelle zwischen zwei Frankel, Monatsschrift Hl. 7.

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