Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Chronologische Ansetzung der Schriftgelehrten von Antigonus aus Socho bis R. Akiba
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
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Wissenschaftliche Aufsatze. 277 und also nach dessen Tode, die Tochter eines Mannes heiratbete, der für ״den König Iaunai" arbeitete, welcher 134 $ur ❖onfcbaft gelaugte; 2) daß feilt Schrei־ A>ttigouus aus Socko hiernach etwa von 200 hiö 170 geblüht hatte, und dessen Lehrer Schimon der Gerechte etwa von 230 bis 200, indem dieser 108 starb. - Eine Erörterung verdient hier aber die Notiz in Beresckit-rabha .>1. l',5 itnb im Ja!tut 1. § 115 über Jose ben Joescr. Iuchsin will iw dieser gesunden haben, daß derselbe in der griechischen Zeit den Martyrertod erlitt, Zlrochmal aber und Frankel vermntheu gar, daß er unter den 00 Schristgelehrten gewesen sei, welche nach 1. Matt. 7, 10 Alkimos todten ließ. Die syrischen Verfolgungen reichten aber schwerlich weiter als bis 157 herab, und hiernach würde Jose heu Jooser über 20 Jahre früher anzusetzeu sein, als ich that: dies könnte um so annehmlieber erscheinen, als dann die Leseart מ~ם Ahot 1, 4 daraus erklärt werden könnte, daß die beiden Jose sowohl von Schimon dem Gereckten wie von Alttigouus Traditionen empfingen. Allein das gebt nicht, weil sonst ihren Sckülcrn Iehoscbua und Nitai ein zu großer Zeitraum zufiele, von 100 bis 110 oder doch bis 1153), auch dann ein Sohn des Jose heu Ioi-ser nicht so gut die Tochter eines Iannaischen Ardeiters geheirathet haben könnte; dazu kommt, daß die- Nachricht von dessen Enterbung einen ruhigen Tod des Vaters voraussetzt, und außerdem die ganze dortige Darstellung anzunehmen empfiehlt, daß dieser die ruhigeren Zeiten erlebt habe. Um so annehmlicher dürste es sein, wenn ich behaupte, daß in den eitirten Stellen von einem gewaltsamen Tode desselben nichts zu entdecken ist: die Eingangsworte, welche dahin zielen, können von bloßen Martern ausgesaßt werden, und dafür spricht attch das dahinter erwähnte Pferd; der eqjaulcns war eine Vorrichtung zum Foltern, nicht zum Todten, und nach den Schlußworten lebte wirklich Jose spater noch. Die Leseart גדזב vertragt sich aber auch mit meiner Ansetzung: um Schüler des Schimon zu sein brauchten die beiden Jose 108 erst '20—25 Fahre alt zu sein, und konnten dann noch sehr wohl bis gegen 140 v. übt. Zeitr. leben. 3) Auch dieser Umstand wurde a. a. O. S. 410 hervorgehoben und darauf hingewiesen, daß nicht eine unmittelbare Aufeinanderfolge anzunehmen sei. D R.