Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die neuere jüdische Literatur und ihre Bedeutung
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 72% known words query
- IRI
…/2829132-2829164-2829172-2853189--01755-2853213- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5M0 neuere jüdische V!too\1toiv und ihre '|011 ־01 י tun :25 .ן» genbthigt während der 20-lmlstunde» atis^ugehe». so fd)iru'L«ren feine Gedanken doch immev no>l, bei de» Minbern <01. 01. C1.). brr st01»d auch doinim in so allo\emei»er 'Aohtuiig, das!, obgleich er uieiir ob ne Berinoge» woir, die (persisohe) :)iegierung ihm doeb die ivrundsteuek erlies! iAetubot 62»). Gr moehte ei» Frostes latent besitze», die Uiuerrielrtsgegenstäiide de» .Umbern nicht mir recht sastlioh, sonder» auch mit Geist ttnb Gemüth daigusteilen; hm» als der berühmte Gesetzcslehrer;)iah (21 blut 2lrcfa) seinem rode nabe woir, bat er jene» R. 2amuel Loh» Lebilat, die »bliolie Irauerrede ui» ihn naoli seinem 'Ableben t» halte», da dessen 'Portrag besondere im Ltande sei» wurde das Gefühl der Iuhörer \n errege» < Sabbat 153».).. 'Andererseitco wurden Lehrer, die de» Uiiterriclik vernaeh lässigte» oder and Unkenntnis! Irrthüiner lehrte», ohne vor׳ gängige (׳׳rmalniuug, ihres 'Amtes entsetzt ('Pergl. ilUaim. hileh. Seobirot JO, 7.). — Ucberblict'en mir jedvoh die k^esohiobte des Neligionsuntervfchto seit her Ierstbrung des (weiten lempelS nooi, einmal, so wird sioii ergebe», das! die meiste» jener (ä'lementurjiiHilen, die sieb früher und 1100k, bis (»r Gadrianisohen Bersolgung säst regelmäßig in alle» Crte» besande» (vgl. meine» vorige» Brief 2. 25.), »ach der letztere» drangsalvolle» Periode in Berfali gerietbe». — 201,0» R. 2imo» 20h» Ioehai'S. der bald mrchher lebte, klagt darüber und meint, das! der!Jiui» so mancher vor her blühend gewesener Städte hanptsäobliok, darin seine» Grund habe, ״weil sie keine Vchrcr und!)iepeteiue» für die Jugend mehr i» ihrer Mitte anstelle»!" ijerus. Ghagiga I, 7).— 2ehe» wir in solche» 2lens;erunge» fiirmabr feine bloße ׳vvperbel! Wo der Ingendnuterrioht vernaelilotssigt wird, wo daS werdende ('icfcblecbt ohne religiossittliohe Veirnin( heranwäohst, da wird auch Rohheit uberhandnehme», endlich gä»(liok)e Berwildeumg ein treten, der Geschmack an sriedlielien 'Pesokiäfligungeii sich verliere», 2tadt und itand werden dein 'Perderben entgegen׳ schreite» und die Bevölkerungen einem umherschweifenden Räuber- oder 'Abenteurerleben siet, ergeben, wovon bamalb allerlei Beispiele auftuweise» sind. Aehnlicheö beriohtet die Weltgesohiohte auch von anderen Polter» (u andren Perioden׳, Bor fall eines geordneten Iugendunterrichts ist die erste Studie eines allgemeine» 'Perfalls der Sitten und des Wohlstandes. — In diesem Sinne fragten auch einst mehrere Gesetzeslehrer.