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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 6 · p. Seite 223

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 6
Article
Chronologische Ansetzung der Schriftgelehrten von Antigonus aus Socho bis R. Akiba
Date
1854-01-01
Page
Seite 223 (sequence 3)
Language
German
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223 Wissenschaftliche Aussätze. Juchasin cS hat, daß er 18 Jahre vor der Zerstörung gestorben sei, doch ist nichts Erhebliches dagegen einzuwende». Das! von seinem Sohne Schimon außer Edujot 3, 10 und Kritut 8, a (wiederholt Sifra 128, a> nichts NaddinischeS erhalten ist, ließe zur Roth sich daraus erklären, daß er der Schriftgelchrsanikeit nicht zugethan gewesen wäre, zumal da Kcritut 8, a und sein Wahlsprucl! Al׳ot 1, 17 wirklich diese Geistesrichtung zu vcrrathen scheinen; allein da auch von!einem gleichnamige» Großvater nichts der Art sowie verhältnißmäßig nur wenig von seinem Vater Gamliel erhalten ist, so ist mir wahrscheinlicher, daß das schristgclehrte Gut von allen Dreien in den zal'llosen Aussprüche» des ״Bet-Hillel" mit enthalten ist, denn nicht nur cxistirte nach Orla 2, 12 ״Bet-Schammaj" noch zur Zeit des älteren Gamliel, und nach Nasir 3, 6 Bct-Hillcl noch um 40 n. E hr., sondern auch nach Maaßcr seheni 5, 7. ib. Tosifta 41. 3. sonne nach einer Bcraita Meuachot 03, a beide noch nach der Zerstörung, und nach Jebauiot jcr. 1, G. Tosifta Oholot iV. 5 crsterer noch ein wenig später. § 2. Gewöhnlich wird angenommen, daß schon der ältere Gamliel in Jabnch gelebt habe, und dafür angeführt a) auS Gittin 50, l> die Bitte an Vcspasian, Jabnch und dessen Weisen sowie die Familie des 91. Gamliel zu verschonen; b) aus Beraebot 28, b, daß 91. Gamliel und Schmucl der Kleine zusammen in Jabneb gelebt hätten, der Letztere aber nach Sota 48, b. ib. Tosifta .U. 13. ib. jcr. 9, 13. Synedrin 11, a. Semachot K. 8 vor seinem Tode den Tod des Schimon und Jischmacl prophezeiet, und unter diesen den Präsidenten Schimon be» Gamliel und den hohen Priester Jischmael ben Eliseha verstanden habe, welche bei der Zerstörung Jerusalems umgckommen seien; mich wundert, warum nicht dafür o) auch aus Sota 0,!) angeführt wird, daß R. Jochanan ben Sakkai das ״Fluchwasser", natürlich »och während der Tempel stand, abgcschafft habe, also der Näßi damals sich zurückgezogen haben müsse. Nun hat zwar die Annahme nichts gegen sich, daß schon vor der Zerstörung Jabnch ein Sitz von Gelehrten war: hicsür ist zwar nicht die Erzählung Tosifta Sota K. 13 geltend zu mache», nach welcher schon in Hillel'S Zeit sich Gelehrte dort versammelt hätten, denn die Corruption des dortige» Textes in Betreff dieses Punktes geht aus ihm selbst und noch unzweifelhafter ans Sota 48, b. ib. jcr. 9, 13. IS hervor; wohl aber weist darauf die angeführte Stelle Gittin 56» b hin, vielleicht auch der Ausspruch Synedrin 11, 4, daß 17*

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