Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Israeliten von Laghouat
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 8)
- Language
- German
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212 X'it Jfraolitm von i'a;U)0uat. (Sfjrc erwies; er ^oidincK' sich durd, joim׳ •VH'itoiK'it, Unutljo und öurd) tue unü(H'viuinMid)C 2ud)t bou Talmud zu citivcit auo. — Rach dem?iqucur >vard frisch ausgedrückler Traubeusaft allsgetragen, worüber «*liahu den >3ege» «Liduschi sprach. (S.i so lg ko mm ein (''cridu, da^ cum c'im'in «geurisch vou Rio bl. 'Bohnen uud 0ett bestaub; ein grober Teig ohne «stesdniiack, rohe Anfänge eiuer Speise, die in ihrer 'Bollkonuuenheit von allen europäischen Israeliten wohl gekannt und verehrt wird. «Das sogen. ״Schalet". vou de!» allsranz, «■!!;islr«״ ־(vewärmleo" so benannt.) Run kau! das Conocous!. die Lieblingsschussel der Araber; eine Art Mehlklösehen, pyrauiidenartig aufgehäust, unter denen ein halber Hammel verborgen hie«, Lössel uud Eabel kennt inan hier nicht; Alles ward mit den Händen oerzehrt. Das Fleisch war ziemlich zähe und W. meint, die «*ingebornen müßte» ein «*׳ebiß von besonderer Dauer haben, um es zu kauen, «*im' Regerin, die den Sabbardienst im Hause verrichtete, brachte Wasser zuur Trinken in einer Bockshaut. — Rach arabischer Sitte aßen die Frauen für sich allein, nach beendigtem Mahle der Männer. Wie die Araberinnen sind and) die Jüdinnen in der Wüste von ihrer Berheirathung an «gewöhnlich in! 12. oder 13. Jahre) bis sie alt werden den Blicken der Männer entzogen und gehen nur in höchst seltnen Feilten aus. Polygamie findet bei den Juden hier zu Lande nicht statt, obgleich diese Sitte vou den Arabern gehandhabt wird. Auch ist der Sinn für Häuslichkeit, durch Bersolguug und durd) das Bedürsuiß der Einigkeit genährt, bei ihnen viel entwickelter als bei den Arabern. Rad) dem Tischgebete redete lli. Eliahu den Hru. Widal also an; ״Du stehest, daß die Linder der 'Wüste nid)t glücklid) sind und der Zorn Adonai's nicht aufgehört hat auf Israel zu lasten. Die Zeit ist nid)t mehr, wo wir das glücklid)ste Volk der Erde waren, wo unser 'Barer Abraham in seinem Zelte den Engeln des Allerhöchsten reiche Gastsreuudschaft darbieten konnte, ivo der Lönig Salomo «steld wie Steine vertheilte, wie es geschrieben stehet ריסן הכ?!ף כאבגים. Israel, verworfen und vorachtet, leidet noch für die Verbrechen seiner Väter und nvd) ist kein Jahr verflossen, seitdem Adonai uns neue Feinde erweckt hat, die aus der Ferne hertamen und Tod und Elend unter uns säeten. Frauen und Kinder sind unter dein Schwerte