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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 5 · p. Seite 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 5
Article
Zur neuesten jüdischen Literatur in England
Date
1854-01-01
Page
Seite 184 (sequence 16)
Language
German
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18-5 ,»nv lunioftcit jiifcifdtm Siioratuiin Ivn^lnnt1. Ich suchte nun seine zwei früheren (Genossen zu entdecken. Sie batten Beide den Garten verlassen, in welchen! ich sie zuerst geseben: Vcvfi ging durch ein riese-!l!a>, welches zu einem dunklen Walde führte, Felicia waudelre über eine van Bluinen riechende Wiese. Hie sab nach so lieirer und glücklich wie damals aus. als ich sie zuleitt l>ier gesehen Uatte: Kleider vom feinsten Htosse hingen in weilen Falten uni ihre reizende «Gestalt, und ihr wallendes Haar bildere einen goldenen Kranz um ihr schönes Besicht, das das wahre Urbild einer heilere» Schönheit >var. Die Seele ruft sich die Abwesenden eben so lebhaft durch Gegensätze als durch Aehnlichkeit zurück: und als ick! dieses schöne durch blumige Gefilde hingleireude Wesen sab.!rar die bleiclie abgeinagerre Gestalt Iresiin's, wie er seinen zersenten Maure! um seine fröstelnden «Glieder ivars. vor meine Angen. und nnwillkürkich wiederholte ich seinen BerzweisUmgsschrei: ..Wo ist, o König, deine Gerechtigkeit!" Felicia schinnckre sich unterdessen mit Blumen, um ihre weisen Gewänder wagten Gnirlanden, Gewinde von dunkeln Beilchen erhöhten den Glanz ilirer Haare, und bevor noch diese welkten hatte sie schau andere in diesem Blunrenparadiese ausgesucht. Doch als ich ne weiter beobachtete, glaubte ich Zeichen der Abspannung oder vielmehr der Unzufriedenheit wal!rzunehmen: sie warf zuweilen die schönsten Gewinde weg. trat sie mit Füßen und suchte geschäftig andere Blumen von selteuerm Wachstbum oder vielleicht von größerem Wvhlgeruch aus; doch auch diese wurden bald mir neuen vertauscht, welche ebensalls nur eine kurze ,»ei! zu gefallen schienen. Endlich schien, >vie sie auch die so reich um sie her wachsenden Bluinen sammelte und ordnete, alles Bergungen und aller Unser für diese Beschästigung verloren: sie las olinc \!uft diese riechenden Blütchen aus und warf sie ohne Bist weg. — Ienr trat sie in einen Hain von Drangenbänmeu. und als sie durch diesen goldenen Schatten schritt schien wieder einige Freudigkeit bei ihr einzukehren. Die reich herabhangenden Früchte, der bemooste Testpich auf dem sie ging, die Lauben grüner Zweige, ans welchen Bögel mit wundervollem Gefieder und Insecten mir gleich Meteoren am nördlichen Himmel geflügelten Farben umhcrstogen. bildeten einen Anblick der ihr zu gefallen schien; das lang vermißte Lächeln entglitt wieder ihren Lippen, und ihre Augen zeigte» wieder manches von ihrem früheren Glanz.

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