Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur neuesten jüdischen Literatur in England
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 7)
- Language
- German
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Zur ״tuest«״ i״l'1|d':11 Sitciiitm׳ in (*müanl'. 175 seid Heu» frei um bei euren Familien zu weilen, um eure Kinder zu lehren Galt zu erkennen und ihm zu dienen, »me ure Umgebung zu erheitern, um an bessere Dinge als an der Woche Arbeit und Blühen zu denken: ihr seid frei um in das Bethaus zu gehen und dort mit eueren Brüdern Preis und Lob Gott zu bringen. Heißet willkommen euere Sabbate: sie sind die edelste (Linrichtung, die die Zeit uns und durch unS der ganzen civilisirken Welt übergeben hat. An den Geist unseres Sabbats hält sich gewissermaßen der christliche Tonntag. und diesem Tage der Ruhe und Andacht verdankt unser glückliches England zum Theil seine» frommen Sinn und sein Gedeihen. Wenn ihr die Glocke horr unb die vom Palast oder von der Hütte aus nach dem Bethause schreitenden Reihen erblickt, so »rüget ihr einen glückli«hen Stolz fühlen, daß unsere christlichen Bruder uns eine ihrer größten Segnungen schulden. In Zeiten der Verfolgung und schweren Versuchungen, unter Gefahren, auf der Fluckit. i» Berbannnug und in Gesängniß heiligten unsere Bäter Gottes heiligen Tag; und jetzt da nvir in Sicherhetk und Frieden leben, o möge nns Nichts verleiten daS feierliche Gebot zu verletzen, das uns so eindringlich und liebevoll durch die ganze Schrift eingeschärft ist. ״Du sollst Diel) erinnern des Sabbattages, ihn zil heiligen" war der im Namen Gottes dem ganzen Hause Israels ve» kündete Befehl, und er soll ein innnerdauerndes Bündniß zwischen de!» allmächtigen Barer und seinen Kindern sein. Und viele und große Segnungen wurden an seine Beobachtung geknüpft, und schwere und ernste 2trafen an seine Verletzung. Gott erkannte wie ein sol«cher Tag dem Menschen Bedürfnis tst und er setzte ihn ein, d«rß er der Tugend ein Anhalt sei, ein Ruliepunkt in den Kämpfen der Welt, eine Zeit der Zurückgezogenheir und der Stille. ein Heiligthmu, wohin keine kleinliclten Torgen, keine Unruhe, kein Gedanke an Arbeit, keine weltliche Leidenschaft oder selbstischer Ghrgeiz dringen soll. Wenn ein solcher Tag den Israeliten in ihrem freien und hei׳ teren Lande, mitten unter dem Lächeln eines schönen Gebiets und eines sonnigen Himmels, wo sie Fürst oder Soldat. Bornehmer oder Landmann geehrte und angenehme Stellungen anstrcben konnten, vonnükhen war, wie weit mehr noch bedürfen wir, deren Lage so kummervoll verschieden ist. des Sabbats Tröstungen, und wie mehr noch muffen wir. irdische Segnungen