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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 4 · p. Seite 159

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 159 (sequence 1)
Language
German
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Reccnsionm und Anzeigern 15S Recensionen und Anzeigen. וכו׳ bספ־־־געולם.הקטן ל~׳ יוסף בן צדיק \״. Der Mikrokosmos. Ein Beitrag zur Religionspl-ilosophie unb Ethik von Ol Joseph Zbn Zadik, einem Zeitgenossen des R. Zel-uda Ka-Levi. — Aus dem Arabischen ins Hebräische überseht von R. Mose Abu Tabbon und jum ersten Male herausgegeben von Adolph Iellinek. — Leipzig 185-1 Eigenthum von I. Hischl. XXlV n. 76 S. in 80. Der göttliche Plato wen es schon, der in ideal-Philosopbischer Auffassung (Tilnäus 44 — 47) einzelne Körpertheile des Menschen als ״dem Muster des Weltalls nachgebildet" darstellt und nachzuweisen sueltt, wie die ganze Struktur der menschlichen Gliedmaßen nicht nur den irdischen Verrichtungen, sondern auch den höhere!: geistigen Zwecken entspreche, denen seine Tbatigkeit gewidmet sein soll. — Sticht minder erfüllt von der hoben Bedeutung des Menschen ist auch der Denier von Stagira. ״Im Menschen zeigt sich die Natur in ihrer höchsten Vollkommenheit" (de hist. anim. I. 9. c. 1.) oder wie ein neuerer Epitomator des Aristoteles sich aus läßt (Biese, Philos. d. Anstot. II, 93) ״der Mensch ist" — nach ihm — ״die individuelle und zugleich vollendetfte Zusammenfassung aller übrigen Gebilde der Natur." — Die Neligion des Judenthums, deren erste Urkunde den Menschen als Schlußstein der gesammten Schöpfung und Ebenbild Gottes hinstellt und die, selbst unter der scheinbaren Hülle nationaler Absonderung, nie aufhörte Menschenwürde, Menschenrecht und Menschenwohl als höchste Principien anzuerkennen, gelangte m einer weiteren Stadie auch dahin, den Vorzug des Menschen nicht blos in seinem Geiste zu beachten, sondern einen Abglanz hiervon auch auf den Körper und dessen Theile, als Werkzeuge der geistigen Thatigkeit, zu übertragen und in ihnen gleichsam Abbilder eines ganzen Weltsystems zu erblicken: Mikro- und Makrokosmos! י— Die Stelle Kobelcth 11, 2—6., worin man den ganzen menschlichen Organismus bildlich anSgcdrückt fand (Sabbat 151. u. Midrasch z. St.), leitete schon zu einer solchen AnschauuugSweise , hin und das Eeremonialgefetz, das manche religiöse Pflichten und Observanzen (wie Beschneidung, Denkriemen u. s. w.> an einzelne Glieder und Körpertheile knüpfte und diesen dadurch höhere Bedeutung gab, bot hierzu vielfache Veranlassung. — An der Phase nun, da griechisch-philosophische Ideen und Auffassungen in die jüdisch-religiösen Kreise gedrungen waren und hier, zu!n Theil unbewußt, in ecleetischer 12"

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