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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 4 · p. Seite 142

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 4
Article
Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
Date
1854-01-01
Page
Seite 142 (sequence 13)
Language
German
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142 Bilder aus dein Leben und Wirken der Rabbinen. offen für Ben Kosiba aus. Schon alö er ihn zum ersten Male fast, war er von seiner imponirenden Gestalt, seinem entschlossenen Miithe so begeistert, daß er ihn mit Anspielung auf den Bers Numeri 20: ״Ein Stern ist ausgegangen in Jakob" Bar Kochba d. st. Sohn des Sternes nannte und auslief: ״dies ist der messianische König!" Je drückender die vorangegangcncn Leiden waren, desto lebendiger stieg der Gedanke in vielen Mäuueni. besonders aber in der Gott vertrauenden Seele des R. Akiba auf, diese für die von den Propheten verkündete» Leiden, welche dem Messias, vorausgehen sollten, zu betrachten. Tie Gelehrten unterhielten sich damals viel von den Noth-;eichen des Messias (עקכתא רמיט־־א), und verglichen wohl ihre 3-cit damit.!){. Akiba sprach in seinem schwärmerischen Bertrauen zu Bar Kochba mit den prohetischen Worten des Ghaggai die Hoffnung aus: ״Noch ein Kleines und ich lasse Himmel und Erde erschüttern, stürze um den Thron der Reiche und vertilge die Macht der Heiden." Worauf ihm der nüchterne R. Jochanan ben Torta erwidert: ״Akiba! eher wird Gras aus Deinem Kinnbacken wachsen, als der Messias erscheinen wird"'». N. Akiba predigte indessen ungehindert und mit Glück von der Nähe des Messias, der in Bar Kochba zu erwarten sei und riß das Volk zur Begeisterung für denselben hin. von dessen Körperkrasr die talniudischeu Sagen'Wunderbares zu erzählen wissen. Nus allen Ländern sammelten sich jüdische Krieger zu ihm, ja sogar viele Heiden, des römischen JockeS müde, schlossen sich ihm an 5), so daß ein das gewaltige römische Reich erschütternder Krieg heranznnahen drohte"). Ansicht durch Grätz'S Angriff in dieser Zeitschr. v.!6,»2. S. 393 ff. nicht erschüttert sei. Die talmudischen Quellen sprechen deutlich für Napoport; die Stelle in כדר ע!דמ, über welche Gratz fef>r geistreich conjecturirt und nach seiner (£cnjcctur die andern Stellen in! jerus. Talmud erklärt, indem er einen durch die Geschichte kaum begründeten Peleines von Quietus zu Gunsten einer Handschrift zu Hülfe nimmt, ist offenbar cmuvt und müßte nach jenen im Talmud emendirt werden. Dio (fassius ist ebenfalls für N.'S Meinung, indem aus Vi&. 69 c. 14 Hadrian'6 Anwesenheit beim Kriege hervorgeht, Hadrian aber in seinen letzten Jahren nicht nach Asien tarn. Doch scheint N.'S Conjectur in der benannten Stelle gezwungen und cs wäre besser auf eine so verschriebene Stelle keine Rücksicht zu nehmen. 4) Synhedr. 97 b u. Echa rabba S, S. Dio Lass. 69, 13. 6) Dio gibt die Zahl der Krieger aus 580,000 an.

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