Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Zu den interessanten Reisebeschreibungen ...]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 3)
- Language
- German
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Notizen. 121 eigniß, wovon Loth, und zwar fast von demselben Punkte aus ans dem wir eben standen, Augenzeuge war, mußte eine große Aebnlichkeit mit dem grandiosen (Gemälde haben, das die Vorsehung huldreich vor unseren Blicken entrollte," Neber jene seltsame Episode, die Loth'ö Weib in eine Salzsäule verwandeln laßt, gibt Saulcy folgende aus der Natur des Bodens geschöpfte, ziemlich, wahrscheinliche Erklärung: ״Die ganze Seitenfläche des Sodomgebirges, das aus gediegener Steiusalzmasse besteht, zeigt zablreiche durch die Winterregen bewirkte Nisse und Einstürze. An vielen Punkten erscheinen ungeheure Salz- Zapfen. Ueberall, wo der Fels überhängt, ist die untere Partie mit wahren Salzflckcrgebilden übersäet. Ach glaube mir nun den Tod der Frau Loth's so erklären zu können: An den! Moment, wo dieses ungtheurc Gebirge den Ruck nach oben bekam, mußten ans der ganzen Fläche dieser tief erschütterten Masse Einstürze erfolgen. Loth's Frau, die sich ans Neugierde oder vor Schrecken verspätet haben mochte, wird von einem herabrollenden Felsenstucke zermalmt worden sein, und als Loth und seine Töchter sich umsahen, erblickten sie an der Stelle wo die Unglückliche stehen geblieben war nur einen Salzblock, der ihren Körper unter sich begraben hatte" .Das genannte Reisewerk bietet außerdem eine Fülle interessanter Entdeckungen auf dem Gebiete des heiligen Landes, wie z. B. über die Ruinen der durch den MarLyrertod Elcasars und seiner Schaar berühmten Veste Messada, und viele dunkle Stellen der h. Schrift finden hier eine neue Auslegung, wodurch das erwähnte Buch für Bibelforscher von besonderem Werthe erscheint. . Dr. M. Wiener. Nacht rag zu dem Artikel ״die Fälschung in dem Texte der Septuaginta" ff. Voriger Jahrgang, S. 432 ff. Die Ansicht, welche'ich aufgestellt habe, daß Christen aus dogmatischer Tendenz die Lebensjahre der Patriarchen von Adam bis Abraham absichtlich gefälscht^haben, bestätigt sich mir immer mehr und ick׳ will hier einige Beweise dafür hinzufügen, theils um diesen Punkt evident zu machen, und theils um die Anbeter der Septuaginta von den Schwachen ihrer'Angebeten zu überzeugen. — Daß die abendländische Kirche von Adam bis Phaleg 3000 Jahre gezählt, beweisen die meisten Chronisten, Afrikanus an der Spitze, dem die Byzantiner,