Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Zu den interessanten Reisebeschreibungen ...]
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 2)
- Language
- German
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Nonzen. 120 s'durn 1 Trümmer Sc-Com«; Dürren. 30 mH ec auii מג Cem äußerstem Nordrunktc Cie Ru men reu ^cnicn^a tCharbet Guiaron» uni an Cer Crtfii«* Cie Irutnmer ron Zeboan »Gi&rbot Zeboanu gesunden haben, ift1t Uebergebung dessen, was de Saulcy über dre Art, in welcher Cie Zerstörung itart^cfurticri unt über Cie Höbe, aut reeidat fub tu Ru!neu Cer gcttlc-sen 3 tüte befinden sollen, bebaurtet, checken wir nach tetri 'VUatn. i. C. £it. des Auslandes Cie Schilderung eines rom Vertaner erlebten Natursebausrielcs trat, tu welchen! Cie Vorsehung Cemfelben gleickGm eine;weite Verstellung jener grauenvollen Harast-ropl׳e;ur uianimlb.uen Anschauung gebracht bat. ״ÄlS wir uns mübsam zwischen Ccm Berge von S-odem uni Cent See turcbarbelteten, sagt Ce Säulen, bracb über diesen ein Sturmaus, Cer von den Bergen Kanaans berabkam. Tiefgraues Gewoit baue Himmel und Meer verbunden und Cie ganze nördliche Partie Cer N!e- Ccruttg in tickte Finsterniß gebüllt. Plötzlich erstrahlte in blendendem ^ubte, mit den glänzendsten Farben geschmückt,, ein Regenbogen, den Ne Hand Gottes wie eine gigantische Brücke über das tcCtc Meer von einem 11/er zum andern wölbte. ׳Man denke sich den Eindruck, den diese rrachtvolle Schau auf uns machte! Aber das war noch nichts gegen daS, was uns noch am (?ttbc unserer Tagereise Vorbehalten blieb. Wir begannen eben die ersten Abhänge des benachbarten Tbales binanzuNtmmeu, als dichte Wolken, vom Westwinde gejagt, über unsere Häupter und die Gipfel des Scdoingebirges wegslegen, sich auf das todte Meer senkten, das entgegengesetzte Ufer gewannen und indem sie an den Halden der moabitischen Gebirge ausstiegen, lag das cwtbulltc Meer vor uns gleich einem ungeheuren Becken von geschmolzenem Blet. So wie der Sturm gegen Osten ruckte wurde der Westen wieder rein und glänzend. Die Sonne, eben in ihrem Niedergang, schoß über Kanaans Berge weg rotbe Strahlen, die alle Gipfel MoabS wie mit flammen einer ungeheuren Brunst bedeckten. Der Fuß dieses schönen Gebirges blieb schwarz wie Tinte. Ueber uns der trübe, düstere Himmel; unter uns wie ein bleigrauer, glanzloser Metallspiegel; um uns Stille, Oede und Verwüstung׳, in weiter Ferne westlich ein reiner, wolkenloser Himmel, der ein gesegnetes Land beleuchtete, wahrend wir einen ewig verwünschten Boden zu fliehen schienen. Man muß von diesem Schauspiel Zeuge gewesen sein, um unsere Stimmung zu fassen. Selbst unsere Beduinen, gewohnt an großartige Natiirbildcr, konnten dem Gefühl daS uns überwältigte nicht widerstehen. ״Schuf, ja־sidi, schuf! Allah jedrob eradum!“ warfen sie mir zu (Schau Herr, schau! Allah schlägt Sodom!). Und sie hatten Recht. Das schreckliche Er-