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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
Notizen.
Date
1854-01-01
Page
Seite 119 (sequence 2)
Language
German
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Notizen. 119 nördlichen in Gußmcnterresten noch sehr wohl verfolgbarcn alten Stadtmauct lag, und daß ein Tbor nt dieser nördlichen Matter zwischen! dem jetzigen Zeughause und der Straße Katlenburg den Namen Porta Judaeorum trug und nach einer Flache führte, die Niederich genannt wurde und auch römische Grabstätten enthielt. Zur Geschichte der Juden in Köln ergibt die Schrc-inörolle der Pfarrkirche zum h. LaurentittS, daß unter dem den Juden günstig gestimmten Erzbischof Anno (1000) der Jude Edgebreth ein Gemeindeamt in der genannten Pfarrerei bekleidete. Man war also in den Tagen des h. Anno, zur Zeit als kirchliche und religiöse Beziehungen das gcsammte Leben tiefer durchdraitgen und enger umflochten, minder bedenklich als im christlichen Staate des 19. Jahrhunderts. Beiläufig wird noch angefübrt, daß die Synagoge zu Köln den frühesten Synagogen des Abendlandes angehörte, als deren älteste jene von Worms und Toledo betrachtet werden, und in einer Note hierzu wird bemerkt, daß sich in Worms später der Lehrstuhl des gelehrten Jarchi befand und daß N. Moscheb bcn Maimon, einer der hervorragendsten Denker, dort begraben liege. Wir sehen hieraus, wie wenig immer noch die Forschungen jüdischer Gelehrten bei den Christen Beachtung finden, indem von diesen trotz den Nachweisen von Zunz und Anderen die von Buxtorf eingesithrte falsche Benennung Raschi'ö immer noch nicht abgestellt wird, und indeut wir es dem Gönnte für Neuovirung jüdischer Alterthümer - in WormS überlassen, zu constatiren, ob Nascht daselbst wirklich einen Lehrstuhl gehabt, halten wir die Behauptung, daß MaimonideS in W. begraben liege, für zu lächerlich, als daß ste der Widerlegung würdig wäre. Zu den interessanten Neiscbcschreibungen, welche besonders dazu beitragen, über das heilige Land und die biblische Geographie Licht zu verbreiten, dürfen wir ein im vorigen Jahre in Paris erschienenes Werk rechnen, welches den Titel führt: Voyagc autour de la mer Morte et dans les teures bibliques par F. de Saulcy. Der Derfasset hat in den Jahren 1851 — 52 die Gegend um das todte Meer bereist und seine Forschung insbesondere der Entdeckung der in den Fluthen des genannten Meeres vergrabenen Städte Sodom und Gomorrha gewidmet und stellt fest, daß jene an der Südwestspitze des todten Meeres, sonst auch der Salz- oder Asphalt-See genannt, gelegen haben, woselbst sich auch ein Steinsalzberg mit unermeßlichen Trümmern bedeckt befindet, die bei den Landesbewohnern den Namen Obardet-es-

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