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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 118

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
Notizen.
Date
1854-01-01
Page
Seite 118 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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118 Notizen. Notizen. SSetin es frei der Unmöglichkeit, sich von allen in den vcrschiedensttn Werken und Zeitschriften zerstreuten und auf die jüdische Wisscnsch-aft sich beziehenden Bemerkungen Kenntniß zn verschaffen, nur erwünscht sein kann, in diesen Blättern jene Notizen zusammengestetlt oder wenigstens aus sie verwiesen.zu sehen, so wird man Jellinek für den Anfang, den er mit einem solchen Nachweise in dem letzten Hefte dieser Monatschrist vom vorigen Jahre gemacht, zu Danke verpflichtet sein. Wir glauben in demselben Sinne zu handeln, wenn wir im Nachstehenden Mehreres Zusammentragen, was uns für unsere Wissenschaft von Lntereffe scheint und was wir zum Theil an vorschiedenen Orten vorgesunden, haben. In einer jüngst aus der A. A. Zeit, in mehrere andere Zeitschristen übergegangenen Mittheilung wird von einem antiquarischen Kunde berichtet, der zu Vermuthungen über die ältere Geschichte Kölns und insbesondere über den frühen Aufenthalt der Juden daselbst Veranlassnng gibt. Man bat nämlich im Garten des auf der Gereonstraße belogenen erzbischöflichen Palastes einen jüdischen Leichenstein ausgegraben, der die Jahreszahl 157 nachweist. Wollte man nun hierzu die Zahl 5000 hiuzusügen, so würde der Stein 457 Jahre alt fein undaus dem Jahre 1396 der üblichen Zeitrechnung herstammen. Dies kann, aber nicht der Fall sein, da die Juden sammt und sonders im Jahre 1353 aus MöIn vertrieben worden waren und überdies schon zur Zeit des Grzbischofs H-erifrertnS (1020) ihren Begräbnißplatz vor dem südlichen Stadtthore an der Stelle hatten, wo noch heute die Ortschaft Todtenjnden hiervon Zeugniß gibt. Demnach gehörte der Stein ins jüdische Jahr der Welt 4157, welchem das christliche Jahr 397 entspricht. Daß aber damals so wie früher Juden in Köln seßhaft gewesen, ergibt sich aus Verordnungen Konstantins des Großen über die Dekurionen der Juden zu Köln, aus noch älteren Verordnungen des Kaisers Hadrian und ans den unter dem Namen Schreinsrotlen bekannten wichtigen Kölnischen Urkunden des Mittelalters, in denen man häufig Juden als Zeugen angeführt findet. Wir hätten sonach in. diesen! Leichensteine irgend eines unbekannten Israeliten ein Denkmal aus den letzten Zeiten des fallenden CäsarenreicheS, aus dessen Fundort zu schließen wäre, daß der erste Friedhof der Juden an der Stelle des : jetzigen erzbischöflichen Gartens belegen war. Diese Annahme gewinnt dadurch an Wahrscheinlichkeit, daß das fragliche Grundstück zur Römerzeit und noch ziemlich weit in das Mittelalter herafr außerhalb -er

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