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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 3 · p. Seite 104

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 3
Article
Genealogisches und Chronologisches in Betreff der Patriarchen aus dem Hillel'schen Hause bis auf R. Jehuda ha-Nassi, den Redacteur der Mischna
Date
1854-01-01
Page
Seite 104 (sequence 7)
Language
German
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Wissi'ufcbaftliche Aufsatze. 10i Hinrichtungen, die auf seinen 3V'fcH stattfanden und die nicht lange ein l^edeiinnip bleiben kennten, ancb die scheinbar Begünstigten niabnen, auf ibre 3tdH'vkit bedacbt zu sein. In der Tbat gel׳t aus der oben mitgetheilten Unterredung zwischen Her ödes und Baba unverkennbar hervor, daß dag Verbrechen, für welches Herodes Enbno suchte, damals noch friseb war, — das die von ilnn dem Volke geschlagenen Wunden, die, Baba gegenüber, ibm sclnver'auf'S Herz ne len, damals noch bluteten; wie auch Baba's Aeusternng: הוא כגר! או~ו עזל עולם — eine Zeit verrätb, wo es in Israel trostlos anssab, wo die Lebrsäle öde standen, da die Lehrer tbeils umgebracht, tbeils gestoben waren. Das war eine Zeit, wo mittelmäßige Geister wie die בג* בח\~ה in den Vordergrund treten tonnten. Uebrigens scheinen diese weder גיםיאות noch אבות ב׳׳ד be- Neidet^», sondern als schlichte Eunedriüen die. religiösen. Angelegenbeiten provisorisch geleitet zu haben. Venn abgesehen davon, das wahrend des erwähnten (׳'onstiets ein Gesamm t-E y nbedrium kaum deutbar ist, so wurde ein solches bald aus längere Zeit völlig entbehrlich, indem Herodes -- der Mahnung Baba's Gehör gebend, weil das Bcdürfuisr einer Aussöhnung mit den! Volte mächtig fühlend — bald zum Temvel-Umban schritt, der ein und ein halbes Iabr dauerte0). Während dieser Zeit, wo der Einungssaal im Umbau begriffen war, konnte das große Evnhedrium ohnehin keine offieiellen Sitzungen halten (קוםuiT" י־־ים:.).?tielus drängte also zur Neeonstitnkiou des Eynbedriums, mithin auch nicht zur Einsetzung eines גם א. (>rst nach vollendeten! Tempel- Umbau, wodurch das Volk, das anfangs dieses.Unternehmen n!it mißtranisebeu Augen betrachtete, sich n!it den! Zwingberrn einigermaßen versölmt zeigte, — fühlte dieser sich ansgefordert, auch das Evnhedrium 8) Darum wird ihrer weder Abo! I, noch (> bag. Iß :1 crwäbnt. Eielw meine mehrfach erwähnte Abhandlung: ftilUI, der 5(eitere. Vitev. des rricntv', 18il>. ')tr. 15, E. ‘-25i ff. — Die Auffassung bleibt im Wesentlichen dieselbe, wenn ich auch in chronologischer Beziehung den betreffenden Vorgang jetzt um 20 Iabre später a»setze/was freilich auch die Modisieation mancher früheren Behauptung bedingt. — Ui Aus dem Talmud lr. h:\tw L c. scheint bervorzugehen, daß der Bau troi jai-vo ,KMuort imi'0 (ליזל שתא, וליעכב שתא, ולהד־ שתא ובו־ was wahrscheinlicher ist und wodurch auch mehr Mau in für das Interregnum der תT>2, בגי gewonnen wird. Indessen kann IoscphuS den Zeitpunkt im 'Auge haben, wo der Tenrpel so weit hergerichtet war. daß das Volk an Festtagen wieder zugelassen werden konnte, während der Talmud von der Zeit der wirklichen Vollendung, wenigstens des .Hauptgebäudes, spricht. —

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