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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1854-01-01 · Heft 2 · p. Seite 69

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1854)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1854-01-01
Page
Seite 69 (sequence 2)
Language
German
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föceenfioneit und Anzeigen. 09 wieder gehoben und gewissermaßen von einer Solidarität befreit wird, d!e es mit Unwillen crtr%1^01t hatte. Zlvei große (Ocfdud'teifdireibcr der (Gegenwart, welche der Theologie und dadurch den Vornrtbeilen gegen das Judenthnm gairz fern und, haben in den letzten zwei Jahren der jüdiscben (beschichte der biblischen Periode ihre Forschung zngewendet: Menzel in der angezeigten Sebrist, und Dnnkcr l Oieschickte des Alterthnms Berlin 1852 Dnnker und HnmhlotV Beide baden das Verdienst, diesen Tbeil der jüdiseben (beschichte von der Nebelhaftigkeit befreit zu haben, in welche sie Owald trotz seines scheinbar apologetisehen Zweckes durch seine willkürliche O'regese und seine nicht minder willkürliche Gruppirnilg bis zur Unkenntlichkeit geln'illt hat. Das Meuzelscbe Werk, mit denr wir uns hier beschäftigen wollen, läßt die geschichtlichen Thatsachen in einer so durchsichtigen Klarheit hervortreten, daß man die Zeitgeschichte zu lesen glaubt, und die vielen Parallelen, die der Hr. Vers, vermöge seiner Vertrautheit mit der Specialgefchichte dcS Mittelalters und der Neuzeit zur Beleuchtung heranbringt, rücken uns die Begebenheiten in greifbare Nabe. Das Ziel, welches er sich beim Herausgcben dieses Werkes gestellt, verdient unsere ganze Bnerkenuuug; er beabsichtigt, das Verstandniß der, durch den Neligionsunterrickt und kirchliehe Zwecke überhaupt säst verkommenen israelitischen (beschichte für die dagegen, eingenommene gebildete Welt zu vermitteln. Wer lassen den Hrn. Bern selbst svrecben: ,.Das vorliegende Werk hezweckt, die Unkenntniß die hei vielen gebildeten Deutschen einerseits aus Geringse1m1,mng, andrerseits ans Befangenheit und Bengttlichkeit aus der israelitischen Geschichte lastet, zu beheben, und durch eine zunächst von! kirchlichen Standpunkte unabhängige wissenschaftliche Behandlnng, für die Hnkirchlichen de werthvollen geschichtlichen (behalt des Stoffes vor Bugen zu legen, die kirchlichen aber niit der Ueber- Zeugung zu befreunden, daß es einer Wiedererweckung der InspirationSlehre für die Geschichtsbücher deö alten Testaments uiebt bedarf, nm den darin wehenden Oieist Gottes dem Geiste in unS wahrnehmbar zu machen, welcher von jenem genommen ist" (Vorw. S. VIII). Wie ühosr das Borurtheil selbst der deutschen Bildungsträger im vorigen Jahrhundert gegen diesen Theil der jüdrschen (beschichte war, weist der ׳Herr Vers nickt nur an Messing nach, sondern sogar an dem glaulugen Philosophen Herder, der in den Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit die jüdische Geschichte in einem sehr wegwerfenden Tone skizzirte und das Urtheil fällte, als Staat betrachtet, könne sich kaum ein Volk in einer elenden? Gestalt, die Regierung zweier Könige abgerechnet, darstellen! Diese hohle AnffaffungSweife,

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