Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 3 (1854)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 50 (sequence 6)
- Language
- German
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5(» Bilder 0111? dem Lebe» und Wirke» der Robbmen. nennt, und seine Scküler R. Me>r, R. Ielmda. R. Timon u. A. tonangebende Autoritäten wurden (Synhedr. 86). Doch leitete il»! mut nickt minder darin das Streben nach Klarheit und :stlfammenfosfnng, wie seine didaktischen Regeln kund tlnnu So lehrt er lSynhedrin!»'.!), der Schüler lerne nur immer eine» Sah täglich und fasse diesen rechts, und beweist llstnbin >V«) mtö der Schrift, man müsse sich nickt eher beruhigen bis der Schüler daS belehrte ganz genau ersas;t und es ihm ganz geläufig im Munde ist. Seiner Klarheit und seinem ordnenden tkeist gelang es arick. die fast nnübersehbare Masse der Halackot in snslematiscke Ordnungen und 6'lassisieätionen zu bringen und sie aus eitlem 6l»sse zu lehren, wie seine Lehre (6'ittüi S8) mit einem wohlgeordneten reichen Magazine verglichen, und lAbot der. Rakban! erzählt tvird: tkleick einem Aehrenleser, der aus denr Uelde kslerstc, 'Waizen, Bohnen, Linsen n. s. >v. in einen Korb zusammen wirft, zu Hause aber Alles ordnet tind sichtet: also habe R. Atiba von seinen Lehrern Sckrift, Halacha, Midrasch llfrläuterunge»! und Agada ausgenommen, diese aber nachdem sie ihm geläufig waren und er ein Weiser geworden, gesondert uitd geordnet und in ein (Ganzes mit seilten Unterabtlicilungen umgegon'eu und seinen Sckntern überliefert, und habe gleichsam Handhaben für das 6K-seoeästudinnt gesckafsen Wegen seiner scharfsinnigen HnwictelnngS- und :)teproductionStrast in dir 'Lehre wird von ihm <Sota ällt gesagt, das; durch seinen Tod die Arme (Kraft! der Lehre gebrochen und die Quellen der Weisheit verstopft wurden. Dock troh seines Scharfsinnes ließ er sich nickt zur Spihsindigkcit verleiten, und liebte es die Schrift nach ihrem Wortsinn zu dcurcu. Dies geht schon aus seinem lKidduschin 18) gelehrten 6׳rundsaht hervor, das; da wo nach der Massora ein Wort anders gelesen wird, als eö geschrieben ist, der üert sein Recht behaupten müsse und nicht verdrängt werden dürste. So, um nur einige Beispiele an,zuführen behauptet er (Sota •1-1) den einfachen Wortsinn des «זם- בכל יום (.׳ 7) Bergs. Grätz a. a. O. S. <5׳, der unter diesen Handhaben, die in der Mischna oft gebrauchten Zablen als innemonischeö Mittel zur Zusammensassung der Lehren versteht. Doch unterliegt ev noch sehr dem Zweifel, ob man diese eben dem Aliba zuzuschreiben bat.