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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 12 · p. 469

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 12
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
469 (sequence 2)
Language
German
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460 Recensionen tmb Anzeigen. Daß das zuletzt Gesagte auf Hrn. Dukes und seine fruchtreiche literarische Wirksamkeit keine Anwendung durchweg findet, bedarf wohl kaum der Erwähnung. Derselbe hat namentlich in seinen ״Ehrensäulen", seinen ״literatur-historischen Mittheilungen über die älteren hebr. Exegeten, Grammatiker und Lexikographen", und in manchen anderen Schriften und Aufsätzen, so viele für die Wissenschaft höchst interessante Aufschlüsse gegeben und wichtige Belegstücke aus älteren Handschriften dazu veröffentlicht, daß seine Verdienste um die jüdische Literatur längst anerkannt sind, wenn auch allerdings Manches bei ihm zu fragmentarisch gehalten ist und wiederum zuweilen wichtigere Notizen nur gelegentlich an Stellen eingeschaltet sind, wo man sie nicht erwartet. Die Schuld hiervon tragt jedoch die wandernde literarische Lebensweise des Verfassers, welche ihm leider meist nicht erlaubt, die Materien, nachdem er sie aus den Fundgruben geschöpft hat, systematisch zu ordnen und in einem vollständigen Eomptexus zusammenzustellen, ehe er sie veröffentlicht; es ist natürlich, daß dadurch auch manches Unerhebliche zu Tage gefördert wird, welches dem Excerptor äugenblicklich zwar interessant schien, das aber der Autor später -— nach gewonnmem Ueberblick über das Ganze — gewiß zurückgelegt haben würde. Zn den vorliegenden zwei Heften, welche eigentlich nur die Prolegomena bilden zu einem größeren Werke ״über die weltliche Poesie der maurisch-spanischen Juden", das der Vers, in Aussicht stellt, befinden sich nun ebenfalls die angedeuteten Eigentümlichkeiten der Dukes'fchen Mittheilungen vereinig:. Der Vers, ist so bescheiden, dies in dem Vorworte zum zweiten Hefte selbst einzugestehen: ״Viele Rosenblatter müssen vernichtet werden, um einige Tropfen Rosenöl zu gewinnen", sind die Worte, womit er seine und ähnliche Notizen- und Materialiensammlungen charakteristrt. — Doch gehen wir zum Inhalte selbst über: S. 1—18 ist betitelt: קורות השיר והמליצה מזמן ר׳ סעדיה גאון ער ר' יוסף כן חסדאי ור׳ שמואל הנגיר . Man darf aber hier keine eigentliche Geschichte der jüdischen Poesie von Saadia dis auf R. Samuel Hanagid erwarten, wie die Ueberschcift vermuthen laßt; es sind vielmehr nur manche fragmentarische Beitrage zur Aufhellung jener Gefchichte, theils schon früher abgedruckt , theils mit neuen Ansätzen und Exce!׳pten bereichert und zusammengestcllt. Zuerst Andeutungen, daß Saadia noch nicht im arabischen Versmaße dichtete, dann über seine halachischen Poesieen, über dessen Gedicht ״über die Buchstabenzahl" und die von Raschi zu Exod. 24, 12 erwähnten ״Asharoth". Doch wird üb'er Alles dieses nur wenig Licht gegeben. Es folgen nun die Namen von 30 bis 30 Dichtern, die zwischen Saadia und Samuel Hanagid lebten; bei Einigen kurze Skizzen ihrer Lebensverhaltnisse und zuweilen Bruchstücke aus ihren- Gedichten. Zu

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