Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 356 (sequence 10)
- Language
- German
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356 Recensionen und Anzeigen. Zellinek'schen Texte: כמן שלא הניחו. לילך הכהו משח פצע אחד . — Nr. VI מדרש עשרת הדברות, bekanntlich eine Compilation aus verschiedenen Agadas mit oratorischem Schwung. — Nr. VII מדרש פטירת אהרן . — Nr. VIII מדרש יונה aus zwei heterogenen Theilen bestehend. Der letzte Theil ist nach dem Herausgeber eine wörtliche Uebersetzung des Sohar II 198 d—199 b (©nf.XX). י— Nr. IX מדרש חמורה, ein sehr junges Produkt. — Nr. X מדרש פטירת משה , geistesverwandt mit dem apokryphischen dvakrjipig Mcovoscog, woraus in dem Brief Judas (33. 9) ein Stück citirt wird. Nr. XI מעשה יהודית , eine freie Ueberarbeitung des Buches Judith. ׳— Nr. XIII מדרש אחר לחנוכה, der schon oben besprochen ist.—Nr. XIV מגילת אנטיוכס, schon früher vonPhilippowski aramäisch und hebräisch aus dem sefardischen Gebetbuche abgedruckt. Letzterer ist in einem großen Jrrthum, wenn er es für eine urkundliche Quelle ausgibt. Megillat Antiochos bewahrt sich vielmehr als ein unbedeutendes Machwerk sehr jungen Alters. — Nr. XV מסכת גהיגם . Der Herausgeber bemerkt dazu gegen Junz, daß es ein Originalstück und nicht eine Ueberarbeitung der מעשה דר' יהושע בן לוי ist (Einleit. S. XXIII ff.).— Nr. XVI מסכת חבוט הקכר, von Elia Levita unter dem Namen מדרש ר' יצחק בן פרנך citirt. Endlich Nr. xvii סדר יצירת הולד. — Möge der Herausgeber, wie er es verspricht, fortfahren, die jüdische Literatur durch Abdruck von Handschriften und seltenen Druckwerken zu bereichern, aber auch bei der Auswahl etwas strenger zu Werke gehen, und nur solche aufnehmen, deren Stoff ergiebig ist. Seine Vielseitigkeit und Gediegenheit machen ihn ganz besonders dazu geeignet. Möge aber auch das jüdische Publikum in Ueberlegung ziehen, was es der jüdischen Literatur schuldet, und den Hrn. Verleger, der, obwohl Christ, so bedeutende Geldopfer für jüdischen Verlag bringt, auf's Kräftigste unterstützen. Gr atz. Josua, Mosis Jünger und Nachfolger. Episches Gedicht in zehn Gesängen von B. Kewall. Wien 1853. Gedruckt bei Edl. v. Schmidbauer und Holzwarth. Es ist jedenfalls eine erfreuliche Erscheinung, daß bei der leider so geringen Aufmunterung unserer Zeit zur Pflege der hebe. Sprache und zur Bereicherung ihrer Literatur bei dem Hrn. Verf. dieser hebr. Gesänge sich der Eifer mit der Geschicklichkeit paarte, um ein dichterisches Produkt in hebr. Sprache zu erzeugen, dem Niemand einigen Werth absprechen kann. Nichts desto, weniger aber fordert die Beurtheilung strenge Unparteilichkeit und wir werden diese, nachdem wir im Allgemeinen die Tüchtigkeit des Hm. Verfassers und den Werth seines Gedichtes gebührend anerkannt haben, es sei zum Lobe oder zum Tadel, nach Gerechtigkeit walten lassen.