Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Briefe aus Bayern
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 347 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Miefe aus Bayern. 347 aber durch die bereits erwähnte Auflösung von Rabbinaten auch in dieser Hinsicht bereits ein Mißstand herausgestellt, da auch das Seminar zu Schwabach zu jenen gehört, welche den jüdischen Lehramtscandidaten zum Besuche angewiesen sind, an diesem Orte aber seit dem Ableben -es dortigen Rabbiners die Seminaristen keinen Religionsunterricht erhalten können, da jener Rabbiner, dessen Sprengel Schwabach einverleibt wurde, zu weit von dort entfernt ist als daß ihm die Ertheilung des Religionsunterrichtes daselbst möglich wäre. Vor kurzer Zeit wurden einige Rabbiner vom Ministerium dazu aufgefordert, sich in einem Gutachten darüber zu äußern, ob ihres Dafürhaltens für die künftigen Religionslehrer der Besuch eines Schullehrerseminars ,erforderlich sei oder nicht? Es hat diese Anfrage noch zu keinem Resultate geführt, wahrscheinlich in Folge der Verschiedenheit der Ansichten, welche bei Beantwortung derselben ausgesprochen wurden. Remjmeii rntti Aizeigc«. בית המדרש oder Sammlung kleiner Midraschim und vermischter Abhandlungen aus der ältern jüdischen Literatur. Erster Theit. Herausgegeben von Adolph Jellinek. Leipzig Lei Nies. XXX u. 158 S. 8. Der unermüdliche Jellinek, der überall anschürft um neue Gange zu entdecken, hat durch die Herausgabe der angezeigten Sammlung die jüdische Literatur abermals um ein schönes Theil bereichert. Unter den 17 Nummern dieser Sammlung befinden sich zwar nur drei Inedita: I מדרש אבא מדרש אחר על מגילת אסתר 11 < גורמן und Nr. xn מדרש לחנוכה; allein auch die Herausgabe der vierzehn Edita, welche durch ihre Seltenheit nur wenigen. Glücklichen zugänglich waren, hat ein nicht zu verkennendes Verdienst. Jeder Nummer hat der Hr. Herausgeber eine kurze, aber lichtvolle literarhistorische Einleitung beigegeben, und außerdem Ausätze zu Nr. I,m u. XI. Einleitung und Zusätze hatten aber entweder für den Gelehrtenkreis bestimmt lateinisch, oder für den jüdischen Leserkreis hebräisch sein sotten. Am meisten Aufmerksamkeit verdienen die Inedita, die hier besprachen werden sollen. Die erste Nummer, Midrasch Abba Gorion, von dm Anfangs- Worten: אכא גורמן איש ציוץ אמר so genannt (abbrev. A. G.), hat einen mehr formellen, literachistocischen und-philologischen, als stofflichen und historischen Werth. Man muß nämlich dem Hrn. Herausgeber vollständig 26*