Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 8 · p. 309

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 8
Article
Zur Geschichte der Juden in Polen
Date
1853-01-01
Page
309 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2829132-2829150-2829159-2852517--01151-2852556
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Zur Geschichte -er Juden in Polen. 309 zw e i u udzwa n zig I ah r e frü h e r wurden die Boleslawschm Privilegieu zuut Schutze der Juden bestätiget. Dlugosz erwähnt andere Privilegien, die Casimir den Juden erthcilte. Cs sind keine ähnlichen auf uns gekommen'). Manche Ausdrücke, die Casimir gebraucht, wenn er von den Juden spricht, stellen die allzugroße Judenliebe, welche inan ihm zuscheeibt, in Zweifel. Der Schutz, den er ihnen gewährte und dn> Gesetze die er zu ihren Gunsten erließ'), waren Folge seiner Liebe zur Gerechtigkeit. Und noch mehr sprachen dagegen folgende von ihm erlassenen Gesetze: I. Die Eltern haften nicht für die Verpflichtigungen ihrer -Kiildcr inl Spiele oder gegen die Juden?) II. Die Inden (die wahren Feinde unsers christlichen Glaubens) dürfen von den, den Christen geliehenen Geldern nicht mehr als das siebente fordern, wenn solche nicht schon ein Viertel alias einen Groschen von einer Mark schulden. Leihet der Jude ans einen Schuldbrief dem Christen Geld, und fordert nicht seinen Schuldner durch ztvei Jahre wegen Entrichtung der Interessen und des Capitalcs vor Gericht, so verliert der Jude die, über diese zwei Jahre angewachsenen Interessen, und muß nur mit dem ursprünglichen Capitale allein, und ohne Anspruch auf irgend welche Zinsen zufrieden sein, noch kann der Jude von dem Christen durch dessen Schuldbrief größere Summen erzwingen oder ihn als einen weitern Schuldner betrachten.') ihver Mitte eine Concubine für den König geliefert zu hoben. So sagt der Herr Verfasser des offenen Sendschreibens p. 20: „Aus ihrer Mitte erhob sich (?) eine Person, die nicht durch ihren Riesenarm, nicht durch ihren hervorragenden Geist, sondern durch unzertrennliche Liebe (!?) zu ihrer Nation, durch Begristerung (!?) und Eifer (!?) für ihren Glauben tu s. w." Eine gemeine Dirne der Judith gleichzustellen, zeigt von wenig Pietät für unsere Traditionen. 4) Nar us z e wie'z. ■ 5) Judacis plurimum contnlit. L e n g n i c h, Hist, U. A. 6) Parentes filiorum contractibus etiam circa sleam, aut cum Judacis factis non obligantur. Prilus. Lcgcs. de Judacis ctat. II Lex. I. 7) Cum in usurarum voragine sit insatiabilis'appetitus, cxtorsionique pccuniarum quidam terminum non imponunt. - Proinde statuit nostrorum Baronorum et Nobilium auetoritas, quod Judaei (fidaei nostrac christianae vcri innimici) Christianis pecunias ipsorum mutunstes non plus de usum qualibet septimana oxigere debent, nisi tantum unam quartam alias unum grossum a Marca debent et tencbuutur cum gratiorum actione recipere. Et si aliqui Judaei per noras deceptiones ad literas obligatorias pecunias eorum mutuarent et per duos annos suum dobitorcm sustincrent pro usura

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.