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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 7 · p. 285

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1853-01-01
Page
285 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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285 Recensionen und Anzeigen. Jahre 1849 restaunrt und es wurden zugleich die eingesunkenen Grabsteine ausgerichtet, nummerirt und in ein Verzeichniß eingetragen. Der Vers, gibt hier fünfzehn Grabschrifteu in deutscher Ueberschnng wieder. Die älteste ist vom Jahre 5377 — 5517. Der bekannteste Name ist Rabbi Samson Wertheim, gestorben 17. Ab 5485 (1724). Mit Schmerz begegnet man hier noch anderen ausgezeichneten Namen, , die in ihrer Glaubmstreue ihren von ihnen sich abgewendeten Nachkommen zum Vorwurfe dienen.Zu bedauern ist, daß diese Grabfchriften nicht in der Originalsprache wiedergegeben sind; nur hierdurch haben Alterthümer ihren eigentlichen Werth. — Sehr interessant ist auch die zweite Abtheilung. Hier erfahren wir den merkwürdigen Umstand, daß die türkisch-jüdischen ׳Unterthanen schon unter Maria Theresia eine offene Synagoge haben durften, den eigenen österreichischen Unterthanen aber wurde dieses erst im I. 1821 gestattet! Das neue Gotteshaus wurde im April 1826 eingeweihet; durch den Namen des würdigen Mann-, he im er hat es eine verdiente Berühmtheit erlangt. Ueber das Specielle-hinsichtlich des Gotteshauses und des Religionsunterrichts müssen wir auf die Abhandlung selbst verweisen. Die zweite, im Eingänge gedachte Schrift bespricht mehrere Grabsteine, die im I. 1849 beim Wiederaufbaue eines Hauses in der rue Pierre- Sarrazin jat $a1i$ aufgegraben wurden. Es werden hier acht Inschriften ün Original wiedergegeben: die älteste datirt nach Hrn. PH. Lnzzatto aus dem I. 1140, und ist also überhaupt eine der ältesten hebräischen Monumente. Vollständig ist nur eine Inschrift erhalten, die anderen haben bedeutende Lücken. Diese vollständige Inschrift datirt aus dem 1.1281, und besagt daß hier sei das Grab von מורנו הרב רני שלמה כן מורנו היב רבי יהודה . Der Vers, gehet nun aus eine interessante Untersuchung ein, welcher bekannte Gelehrte aus jener Zeit hier gemeint sei; noch interessanter aber ist seine aus dieser Grabschrift abgeleitete Widerlegung der allgemein verbreiteten Meinungdaß der Titel ״Marenu Harab Nabbi" erst seit dem 15) מהרי״ל. Jahrh.) ausgekommen fei. Der Vers, gibt noch einen bemerkenswerthen Nachweis über die alte Juiverie (Judenstadt, Jüdengasse) zu Paris und den in deren Nähe gelegenen Gottesacker. Die beigebrachten Documente weisen ans die rue Pierre -Sarrazin, auch besprechen sie das fernere Schicksal dieses jüd. Grabhoses. F.

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