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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1853-01-01 · Heft 6 · p. 221

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
2 (1853)
Issue
Heft 6
Article
Zur Geschichte der Juden in Polen
Date
1853-01-01
Page
221 (sequence 11)
Language
German
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221 Zur Geschichte der Judeu in Polen. Wojcwvdcn Marek von Cracau, Pokoslaw von Sandomir und der Mutter des minderjährigen Boleslaw — der später den Beinamen ״der Keusche" führte — dessen Vormundschaft und die Verwaltung von Klcinpolcn. Er war der mächtigste unter den Fürsten Schlesiens, bezwang einen großen Thcil von Großpolen und herrschte eine geraume Zeit über Cracau H. Unterstützt von dem Nathe der Geistlichkeit und des Adels suchte er den durch die beständigen Fehden seiner Vorgänger in Verfall gerathenen Staaten wieder neue Kraft zu geben. Er erließ Verordnungen zur Unterdrückung der Mißbräuche'), vertraute Aemter und Würden verdienstvoltcn, das Wohl des Vaterlandes fordernden Männern an. Man kann nicht bestimmen, wie lange seine Anordnungen sich erhielten; das ist gewiß, daß selbe in späterer Gesetzgebung wieder ausgenommen tvurden. Die Juden in allen polnischen Provinzen verbreitet zeigten sich des Schutzes würdig, den ihnen dieser Regent angedeihen ließ. Sie beschäftigten sich mit Handwerken und Ackerbau und besaßen sogar Güter, namentlich in Schlesien'). Sie befaßten sich ferner mit dem Handel, sie hatten in den Hauptstädten Cracau, Warschau, Lemberg, Lublin u. s. w. ansehnliche Magazine und besuchten mit ihren Waaren die Märkte^). 1239 — 1278. Heinrich der Bärtige starb 1239. Boleslaw V-, der großjährig wurde, bestieg den Thron. Er führte wegen seiner Enthaltsamkeit den Beinamen der Keusche. - Die Negierung Boleslaw's war eine lange — sie dauerte 52 Jahre — aber das Land keineswegs beglückende. Er war ein ungerechter Richter, ein Krieger, der die Waffen scheute, ein Herrscher, der die Regierung vernachlässigte. Während der laugen 4) Lelewel Essai hist, sur la leg. pol. 5) Derselbe. 6) . . . . Sancto Yicentio tribui villam juxta Labotisch , quae dicitur Knexnihi, quae diu perüita uec poterat de jure re quirl, et unam fortem mei camerarii et partein. ville Falconariorum in Yratislaw quam Jos eph Judaeus habuit. Fund. Mon. Treb. Kenr. I. Barb. a. 1203. — ap. Sommersberg, Script. Her. Sil. p. 815. Id. p. 819: ... et villam Falconarium in Yratislaw, quam Juda e i Joseph et Chazkel habuerunt. 7) -Jekel, poln. Handb.

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