Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Genealogisches und Chronologisches bezüglich der Patriarchen aus dem Hillel'schen Hause bis auf Rabbi Jehuda ha-Nasi, Redacteur der Mischna
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 207 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829150-2829156-2852319--01013-2852376- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Yanai 2× ep/1033832
OCR text
Notizen. 207 LarkeiL bei dem Feste des Wasserschöpfens (שמחת בית השואבה) erzählt wird; endlich Woda sara 20 wo es in Bezug aus ^"בשב heißt, daß er einst 'היה ■עומד׳ על גבי־ מעלה׳ בהר הכיח רכו (nach Jerusch. 9 ,1 ע׳יד;; Berach. 9 jedoch wäre es ר/־) gewesen. (Schluß folgt.) Wir bemerken -noch Manches nachträglich zu unserm Aufsatz Simon ben Schetach. a) Das Verfahren des Hyrkan gegen die Pharisäer wird nach unserm Dafürhalten ohne genügenden Grund zu einer grausamen Verfolgung gestempelt. Josephus (Altevth. 13, 18) erzählt vow ihm nur, daß er von den Pharisäern zu den Sadducäern abgefallen, daß er der Ersteren Institutionen abgeschafft, die darnach Handelnden bestraft u!yd einen darüber entstandenen Aufstand unterdrückt hat. — Eine gänzliche Abschaffung des Pharisäismus im Allgemeinen aber wäre ohne Abschaffung des Synhedriums unmöglich, überhaupt nicht ausführbar gewesen. Davon ist aber keine Spur. Die Aenderung beschränkte sich daher wohl nur auf das, was des Hohenpriesters Sache war, nämlich den Opfercultus nach sadducäifcher Weise. Aber auch darüber brach ein Aufstand aus, den er ׳mit Gewalt erdrücken und weßhalb er die beim Opfern nach pharisäischen ׳Gebräuchen Handelnden mit Strafen belegen mußte. Aus dem Talmud ist nur ersichtlich, daß er zu den Sadducäern abgefallen fd, was als Warnungszeichen aufgestellt wird, daß man sich selbst nicht bis an seinen Todestag trauen solle. Was in Kidduschin 66 erzählt wird, kann nur von Alexander Jannai gemeint sein, und zielt auf die mörderische Verfolgung derselben Seiten Jannai's hin. Der 'Erzähler hat das Factum des Jannai mit der Erzählung von Hyrkan ׳vereinigt z der ganze Ausdruck Ln echt hebr. Rede, ויאמר אלעזר וצו, so wie die Abweichungen in vielen Einzelnherten weisen auf eine Ueberarbeitung, vielleicht aus dem Gedächtnisse, hin. Wäre damit Hyrkan gemeint, so müßte nach dem Ausdrucke וד.י' העולם משתומם ער שבא. שמעון ב״ש das Synhedrium von Hyrkan bis nach etwa dem zehnten Megierungsjahre Jannai's sistirt haben. Daß es aber in bab. Lalm. Sota 67 und Synhedr. 33 oä. -Amsterd. Heißt-, .-Josüa.Hen Porachjah :wäre nach ׳Egypten!entflohen-, '.ist ein offenbarer Fehler, wie schon der Hr. Herausgeber in feinem.Aufsatz ״Ueber .den Lapidarftil u. s. w." vor. Jahrgang aufmerksam macht, daß man, was im Jeruschalmi Chagiga 41 u. Syschedr. 23 von Jehuda ben Labbai erzählt wird, auf Josua ben Perachia bezog. Wenn wir nun von dem Referat Kidd. 66 das dem Hyrkan.Angehörige diestm wieder zustellen, so bleibt uns nur übrig, daß Jannai nach der Rückkehr von seinen glücklichen Kriegen gegen die Pharisäer wüthete, was mit Josephus ׳zufammenstimmt. d) Ob ׳Simon ben Schetach Nasi und Jehuda ben Tabbai Ab-bet-din gewesen oder umgekehrt, darüber wird Chagiga 46"b gestritten. Für die erste Meinung führt der jerus. Talmud Chag. 41, 4 u. Synhedr. 23 die Erzählung 'an, daß Simon 80 Frauen in Askalon aufgeknöpft, in welcher nämlich aus-