Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 2 (1853)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Briefe aus Prag
- Date
- 1853-01-01
- Page
- 190 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Missensch astliche Äussätze. und sein, freundlicher Zuspruch wird auf manche Mängel ׳.-Hnerksäm wachen und die WeM wie ihnen abzuhelftn sei, änrathen. Es wurde schon lange gefühlt, daß zur Aufhülfe mancher in Prag sehr im Argen liegenden Religionsverhältniffe es des/.gememHWichm'ÄusLMMenMr^ kens des Rabbinercollegiums und des Gemeindevorstandes bedürfe; die in letzterer Zeit mit Vorliebe gehegten unseligen Traditionen,'daß diese Collegien einander gegenüberstehen und der Demeindevörstand wo möglich sich über den Nabbiner zu setzen habe, verhinderten Ausgleich und Eintracht. Wir haben nun äufgehört, -eine zweifache Gemeinde, politische und religiöse zu bilden: wir machen, Dank einer für uns besser angebrochenen Zeit, nur eine Religionsgemeinde: so möge denn auch der Gegensatz der Vorstände schwinden und sie in Eins zusammenschmelzen. Die talmudifche Topographie. 7 Von Dr. H. Grätz. (Schluß.) Drei andere positive Beweise werden nicht nur dieses zur Klarheit bringen, sondern den Beginn des Synhedriums in Nscha naher bestimmen. Unter den תקנות אושא Tjat £ert R. eine übergangen, die historisch genommen die allerwichtigste war. In Babli Und Jeruschalmi wird übereinstimmend tradirL> daß in Uscha der -Synhedrialbeschluß gesaßt wurde (נמנו), nie mehr ein Synhedrialmitglied an den Bann zu legen: נמנו' באושא• שלא לנדות וץן (I.-׳׳ Mosd ־ Mtaw •1i1:: i*)?Mit. dem Zusatz: אץ מנדין זיקן אלא/אם• כן עשה כירבעם וחביריו באושא התקינו א ב בית י דין. שמדת אין מנדין אוחו־ אלא אומרים לו הכבד ■ ושב בביתך ^. K. 17 -d). Die beiden Stellen ergänzen sich׳ gegenseitig — Was mochte das Collegium in Uscha bewogen Haben, für sich die Unverletzlichkeit zu sanctioniren? Ich glaube, es heißt nicht zu weit gegangen, wenn man diesen Beschluß als eine Reaktion gegen R. Gawaliells Bannstrenge ansiehet. Zu keiner Zeit war nämlich ein so häufiger Gebrauch Vvn Bannstrahl gemacht worden, wie in Zabneh unter D Gamaliel, der ihn über die angesehensten Mitglieder vethantzte^ oder damit drohte. Er banntr ftineü eigmen Schwager, den großen R. Elieser K Hyrkanvs, er bannte einen Eleasar b. Ganoch wegen